Sommerfestival am Konzertabend mit großem Besucherandrang / Feiern und Abrocken in Varrel

Newcomer und Rocklegenden

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„You can leave your hat on“ – Mr. Joe mit einem der ganz großen Hits von Altmeister Joe Cocker.

Varrel - Von Rainer Jysch. Live-Musik mit hochkarätigen Künstlern und eine tolle Stimmung sind die Zutaten, die Helmut Frank und der Verein „A Heart for Stuhr“ jetzt schon zum siebten Mal in Folge auf dem Gut Varrel zusammengemixt haben. „Ich bin der Bürgermeister, und das neben mir ist der Rock'n' Roller“, stellte Schirmherr Niels Thomsen am Freitagabend in der Gutsscheune klar und verwies auf Helmut Frank, den Initiator des Sommerfestivals „A Heart for Stuhr“.

Frontfrau Alenna Rose von „Studio 21“.

„Wir haben in sechs Jahren bereits 73000 Euro für verschiedene soziale Organisationen zusammengetragen“, zog Frank eine Zwischenbilanz der bisher erzielten Erlöse für den guten Zweck. „Rocken Sie, so gut Sie können“, forderte er das Publikum auf, „die Gutsscheune hält das aus.“ Wetterbedingt war die eigentlich als Open-Air-Veranstaltung geplante Feier kurzfristig in die Scheune verlegt worden, was die Stimmung bei den zahlreichen Besuchern aber nicht schmälerte. Den Auftakt machte am frühen Abend die Nachwuchsband „Studio 21“, die erst im vergangenen Jahr von Mitgliedern der Musikschule Reckeweg in Varrel gegründet worden war. „Die Newcomer sind fünf Generationen hinter mir“, witzelte Frank. „Wir spielen deutschsprachige Rock-Pop-Stücke zum Mitsingen“, umriss Frontfrau Alenna Rose (16) das Repertoire. Lebhaft und mit starkem musikalischen Ausdruck gingen die fünf Musiker zu Werke. „Monster“ und „Nichts über Liebe“ hießen einige Eigenkompositionen, die beim Publikum gut ankamen.

Anschließend präsentierte sich auf der Bühne das Eishockey-Team der Bremerhavener „Fishtown Pinguins“ mit dem im Frühjahr gewonnen Pokal der zweiten Deutschen Eishockey-Liga. In der zum Fotostudio umgerüsteten „Haifisch-Bar“ stellten sich die Profi-Sportler zum Fotoshooting auf und genossen die gute Atmospähre beim Sommerfestival.

Für gute Stimmung sorgte dann Günter Franz aus Leipzig alias „Mr. Joe“ mit vier Musikern und zwei Background-Sängerinnen. Nach 2009 war es bereits das zweite Mal, dass die Joe-Cocker-Revival-Truppe mit ihrer grandiosen Show bei einem Sommerfestival auf Gut Varrel gastierte. Gesang, Körperhaltung und Aussehen des 60-Jährigen ließen fast vergessen, dass nicht die Rocklegende selbst auf der Bühne stand. Innerhalb von 90 Minuten sangen und spielten sich Mr. Joe und die Band in die Herzen der Gäste, die trotz – oder wegen? – der Enge lautstark und begeistert die großen Hits wie „Summer in the City“, „Unchain my heart“ und „You can leave your hat on“ mitsangen. Nicht fehlen durfte auch der wohl größte Ur-Schrei der Rockgeschichte, den Joe Cocker mit der Cover-Version des Beatles-Klassikers „With a little help from my friends“ unverwechselbar gemacht hat.

Für den abschließenden Musikgenuss war die Gruppe „Carl Carlton & Friends“ zuständig. Der 1955 in Ostfriesland geborene Carlton präsentierte sich zunächst allein mit seinem Gitarrenspiel. Von Rock bis Blues spannte er den musikalischen Bogen, wobei Anlehnungen an die „Woodstock“-Zeit eine große Rolle spielten. Nach und nach holte Carlton seine Mitstreiter ins Rampenlicht.

Sommerfestival auf Gut Varrel

Sommerfestival auf Gut Varrel Teil II

Sommerfestival in Stuhr

„Eigentlich sehe ich mich eher als Songwriter und Producer. Da liegen meine wahren Stärken“, schreibt Carlton auf seiner Internetseite. Welch ein begnadeter Gitarrenspieler er ist, davon konnte sich das Publikum drei Stunden lang überzeugen. Kein Wunder, dass er schon Größen wie Udo Lindenberg und Peter Maffey bei CD-Einspielungen und Live-Auftritten unterstützt hat. „Mighty Quinn“ aus der Feder von Bob Dylan, „Little red rooster“ und „I can't stand the rain“ waren einige der populären Stücke, die Carlton mit seinen Freunden und Gästen vortrug. Mitunter standen zehn Musiker gleichzeitig auf der Bühne. Die Gruppe verstand es, die gute Stimmung noch weiter anzuheizen. Mit wechselnden Solostimmen und markanten Beats brachten „Carlton & Friends“ den Saal fast zum Kochen. Susan Albers, DSDS-Finalistin von 2013, schnappte sich ebenso das Mikro wie Carltons Sohn Max Buskohl.

Ihren Solo-Auftritt hatte Susan Albers am Sonnabend im Rahmen der Ü-35-Party mit DJ Olli. Außerdem lockerten Beiträge des Marius-Müller-Westernhagen-Doubles Andreas Weitersagen und der Hamburger Drag Queen Nessy Karolinger die Party zusätzlich auf.

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