Carl Carlton & Friends spielen am 15. August beim Sommerfestival

„Wir kramen ein bisschen im Plattenschrank“

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Carl Carlton (l.) mit einigen seiner Freunde, die mit ihm auf Gut Varrel auf der Bühne stehen werden.

Varrel - Von Sandra Bischoff. Bruce Springsteen hat er einen Korb gegeben. „Als mich dessen Anruf ereilte, mit der Frage, ob ich mit ihm zusammenarbeiten wolle, stand ich mit meinen Kindern und gepackten Koffern bereit, um in den Urlaub zu fahren. Den zu verschieben, konnte ich den Kleinen nicht antun“, sagt Carl Carlton.

Trotz dieser Absage hat sich der Musiker, Sänger, Komponist und Produzent einen Namen in der internationalen Szene gemacht und will das Stuhrer Publikum beim Sommerfestival überzeugen.

Carlton und seine Band gestalten am ersten Abend der dreitägigen Veranstaltung, also am 15. August, das Programm auf Gut Varrel. Seine Musiker spielten schon für Udo Lindenberg und Peter Maffay. Carlton selbst greift nicht nur in die Saiten seiner Gitarre, sondern singt auch. Als Gäste sind die Sängerin Susan Albers und George Meier von der Band Wolfsmond mit dabei. „Wir arrangieren deren Songs neu und sie covern andere Stücke“, sagt Carlton.

Hausaufgaben für Susan Albers

So hat Susan Albers ihre Hausaufgaben bereits bekommen. Sie soll unter anderem „Baby Love“ von den Supremes einstudieren. Außerdem ist Carltons Sohn Max Buskohl mit dabei, der 2007 kurz vor dem Finale der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ ausgestiegen war. „Wir kramen für den Auftritt ein bisschen im Plattenschrank und bringen ein Stück Kulturgeschichte auf die Bühne“, sagt Carlton.

Außerdem kann sich das Stuhrer Publikum auf eine Überraschung freuen. „Mein Freund Stoppok wohnt hier ja praktisch um die Ecke, vielleicht rufe ich den nochmal an, ob er Lust hat vorbeizuschauen. So oder so, mir fällt da bestimmt noch jemand ein“, sagt Carlton.

Carlton wuchs als Karl Walter Ahlerich Buskohl auf einem Bauernhof zwischen Leer und Papenburg auf. „Als es musikalisch bei mir losging, war die Nähe zu Holland ideal. Die Studentenstadt Groningen hat mich geprägt“, sagt der heute 59-Jährige. Außerdem der Bremer Beat-Club.

Carlton besuchte ein Internat auf Langeoog und kam dort nach eigener Aussage mit vielen bösen Jungs aus Hamburg und Berlin in Kontakt. „Die waren 18 und ich 14, aber die hatten die richtigen Schallplatten dabei.“ Außerdem verfügte die Schule über Musikinstrumente. „Da wusste ich, dass ich Musik machen will“, erinnert sich Carlton, der sich für die Gitarre als sein Hauptinstrument entschied. Er spielte in Ostfriesland und ging nach Holland, wo er bei dem niederländischen Rockmusiker Hermann Brot seinen ersten professionellen Job bekam. „Ein Ritterschlag für mich, das war der Aufstieg in eine andere Liga.“ Carlton war einige Jahre Mitglied der Band Vitesse und ging 1979 nach New York, wo er unterschiedliche Engagements hatte. Es folgte eine Welttournee mit der Manfred Mann‘s Earth Band sowie Engagements in den Bands von Paul Young, Joe Cocker, Robert Palmer sowie bei deutschen Musikern wie Udo Lindenberg, Peter Maffay und Stefan Remmler.

Karten für das Sommerfestival auf Gut Varrel gibt es für 28 Euro in den Geschäftsstellen der Kreiszeitung sowie im Bürgerbüro.

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