Toto-Sänger Bobby Kimball spielt auf Gut Varrel mit der Band „Men Behind“

Auftritt eines der „stressfreiesten Künstler“

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Gitarrist Ritchie Kück-Michelmann (l.) stand schon ungefähr 40 Mal mit Bobby Kimball auf der Bühne. Rechts Helmut Frank, Organisator des Festivals „A Heart for Stuhr“.

Varrel - Von Andreas Hapke. Auch wenn er seit 2010 nicht mehr mit Toto auftritt: Bobby Kimball ist „die Stimme“ der US-Rockband, die sich Anfang der 80er-Jahre mit Hits wie „Rosanna“ und „Africa“ weltweit einen Namen gemacht hat.

Kein Wunder also, dass Kimball Headliner des sechsten Sommerfestivals „A Heart for Stuhr“ ist. Mit der Band „Men Behind“ steht er am Sonnabend, 31. August, auf der Bühne von Gut Varrel.

Doch warum tritt ein Weltstar wie Kimball ausgerechnet im beschaulichen Varrel auf? Die Antwort ist eng mit der Person Ritchie Kück-Michelmann verknüpft. Der Gitarrist ist seit über 15 Jahren musikalischer Wegbegleiter des Amerikaners, und er kennt Helmut Frank, Vorsitzender des Vereins „A Heart for Stuhr“ und Organisator des Festivals. Ohne diese Verbindung würde Kimball am 31. August nicht auf der Bühne des Guts stehen. „Eine E-Mail“ hat laut Kück-Michelmann genügt, zwei Tage später sei der Deal in trockenen Tüchern gewesen.

Ungefähr 40 Mal habe er bereits mit Kimball auf der Bühne gestanden, schätzt der Musiker. Er ist Kopf der Band „Men Behind“, die den Amerikaner seit vergangenem Jahr bei Auftritten auf dem europäischen Festland unterstützt. Kennengelernt haben sich die beiden 1996 bei der Musikmesse in Frankfurt. Dort hatte Kück-Michelmann Gitarren für unterschiedliche Hersteller präsentiert und Kimball ihn später in einer „All-Star-Band“ spielen sehen. „Da hat er mich gefragt, ob ich ihm eine solche Gruppe für Deutschland-Touren zusammenstellen könne“, erinnert sich Kück-Michelmann. Gesagt, getan. Seitdem sind es im Wesentlichen dieselben Leute, die Kimball begleiten. „Wenn jemand nicht kann, sorgt er selbst für gleichwertigen Ersatz“, erklärt Kück-Michelmann.

In Varrel etwa fällt der Sänger aus, weshalb dort eine Größe wie Billy King auftritt. Er ist ein sogenannter Vocal-Coach, der Stimmen in punkto Intonation, Aussprache und Timing bearbeitet. Als solcher hat er bereits für Heino, „Deutschland sucht den Superstar“ und die Rockband AC/DC gearbeitet. Als Werbesänger war King unter anderem auf dem ersten McDonalds-Trailer zu hören.

Ob es schwer ist, mit einem Weltstar wie Kimball zu spielen? „Nein“, meint Kück-Michelmann. Kimball sei einer der „stressfreiesten Künstler“, mit denen er je gearbeitet habe. „Je populärer die Leute, desto angenehmer sind sie im Umgang“, lautet seine Erfahrung. Geprobt wird via Internet. „Wir stimmen die Setlist ab und legen die Tonart fest. Dann geht eine E-Mail mit den Playbacks an alle raus“, erklärt der Gitarrist. Jeder lerne seinen Part, und nur wenn man lange nicht gespielt habe, treffe sich die Band mal ohne Kimball zur Probe. In der Regel reiche der Soundcheck vor dem Auftritt. „Dann läuft das. Die Leute machen das seit Jahren.“

In Varrel dürfen sich die Besucher auf viele Toto-Hits freuen. Und sie lernen Kimball von seiner ursprünglichen Seite kennen. Denn eigentlich ist er Pianist und hat seine Wurzeln in der Soul-Blues-Abteilung. „Bei uns“, sagt Kück-Michelmann, „kann er dies zur Geltung bringen.“

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