Rettungssanitäter: Viel Logistik bei Sulinger Festival

Reload: Nicht nur Feiernde „im Einsatz“

Sulingen (win). Wenn an diesem Wochenende in Sulingen das Reload-Festival über die Bühne geht, sind auf dem Areal längst nicht nur Feiernde „im Einsatz“: Die Organisatoren haben alle Hände voll zu tun, und etliche Helfer halten sich im Hintergrund bereit – für den Fall der Fälle.

So unter anderem auch die Mitglieder der Sulinger DRK-Bereitschaft. Deren Ansichten über den Einsatz beim Reload-Festival gingen im Vorfeld durchaus auseinander. „Das wird eine logistische Herausforderung“, mutmaßte etwa der Leiter der Bereitschaft, Christoph Fietze. Bei Dominic Pflüggen aus Vechta hingegen drehten sich die Gedanken um mögliche Einsätze – die nämlich seine ersten sein würden. Gleichermaßen gespannt waren jedoch alle auf die „Einweihung“ des neuen Einsatzleitfahrzeuges.

DOMINIC Pflüggen (links) und Christoph Fietze bereiten die mobile Einsatzzentrale vor.

In diesem laufen die Notrufe ein, und es wird dann umgehend auf Notlagen reagiert. „Wir verfügen hier über die modernsten Kommunikationsmittel“, freut sich Fietze. Und diese würde der Gast aus Vechta „live“ testen.

Die Retter des DRK beschränkten sich aber natürlich nicht nur auf diese Tätigkeiten. Für alle erdenklichen Notfälle bereiteten sie sich vor. So richteten sie ein Behandlungszelt ein, in dem lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet werden. Gleichzeitig können leichtere Fälle behandelt werden, etwa kleine Blessuren.

Reload Festival - Der Freitag Teil II

Als Arzt steht den Einsatzkräften der Sulinger Mediziner Dr. Both zur Seite. „Selbstverständlich kümmern wir uns auch um die Gäste, die einen über den Durst genommen haben“, fügt Christoph Fietze mit einem Schmunzeln hinzu.

Der logistische Aufwand scheint für die Helfer sehr hoch zu sein. Denn die Einsatzwege zum Veranstaltungsort sind lang. Grund dafür ist auch die ein wenig abgelegene Örtlichkeit des „medizinischen Zentrums auf der Wiese“. Denn auf einem abgesperrten Bereich stehen nicht nur die Leitzentrale und das Behandlungszelt. „Insgesamt stellen wir hier drei größere Zelte auf“, erklärt Fietze.

So auch eine Unterkunft für die Einsatzkräfte. Hinzu kommt ein weiteres als Materiallager. Rund 20 Männer und Frauen beteiligen sich an den Aufbauarbeiten.

Sie hängen Lagepläne aus, errichten die Unterkünfte und sprechen sich über die Aufgabenverteilung für den kommenden Einsatz ab. „Die Kommunikation zwischen den Einsatzgruppen muss stets gewährleistet sein“, sagt Fietze. Daher werden an die jeweiligen Gruppenführer und die Sanitäter auf dem Festivalgelände Funkgeräte ausgegeben. Mit den in unmittelbarer Nachbarschaft aufgestellten Feuerwehrkräften werden ebenfalls Absprachen getroffen. Dennoch wirken die Angehörigen der DRK-Bereitschaft zum Beginn der Großveranstaltung eher entspannt. Sie kennen ihre Aufgaben und haben alle Arbeiten – beispielsweise auch den Zeltaufbau – schon intensiv geübt.

Allerdings gehen die Ansichten unter den verschiedenen Teams manchmal etwas auseinander. So lernte der Beobachter, dass die Sulinger Helfer andere Standarts bei diesen Tätigkeiten anlegen als die Helfer aus Siedenburg. „Das Zelt muss ganz straff aufgebaut sein“, forderte etwa ein Sulinger, während es die Siedenburger Kollegen etwas lockerer bevorzugen – am Ende des Vorbereitungseinsatzes zeigte sich jedoch alles von seiner besten Seite.

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