Reload-Festival der Sonntag:

Nackte Tatsachen, Hitze und die Donots zum Abschluss

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Donots-Sänger Ingo Knollmann ist für jeden Streich zu haben: Nackte oder Fotografen auf der Bühne.

Sulingen - Von Pascal Faltermann. "Ich glaube, ich habe noch nie so viele Fotografen bei uns im Graben gesehen," sagt Donots-Gitarrist Alex Siedenbiedel und grinst. Ein gefundenes Fressen für Sänger Ingo Knollmann.

„Alle Fotografen mal bitte auf die Bühne“, ruft der Frontmann und unterbricht das Konzert am Sonntagabend beim Reload-Festival. Weitere Aktionen der Donots folgen und sie avancieren zum heimlichen Headliner des Sulinger Festivals.

Nach und nach klettern die Fotografen aus dem Graben auf die Bühne und versammeln sich hinter den Musikern der Band aus Ibbenbüren. Doch das ist Ingo Knollmann nicht genug: Er will die Fotografen tanzen sehen. Ja, sie dürfen auch ihr Bild aus Sicht der Band machen, aber um einen kleinen Circle-Pit oder einen Pogo kommen die Damen und Herren der Presse nicht herum. Ein Spaß für Zuschauer, Band, Security und selbstverständlich die Kameraleute. Doch damit nicht genug. Wie schon vor einem Jahr beim Oma-Teich-Festival fordern die Donots die Besucher auf, sich nackt in eine Schlamm-Pfütze zu schmeißen. Es winken Gästelistenplätze für ein beliebiges Konzert der Band. Doch seitlich von der Bühne, wo durch das abkühlende Wässern der Gäste viel Matsch entstanden ist, taucht vorerst kein nackter Mensch auf. Dann tanzen zwei Herren. 

Wenig später macht einer der Sicherheitskräfte die Band darauf aufmerksam, dass sich ein Nackedei vor der Bühne eingefunden hat. Dieser wird unter lautem Jubel dem Publikum auf der Bühne präsentiert. Keine andere Band während des Reload schaffte es, die Massen so zu begeistern. Interaktion und mit viel Emotion, Druck und Elan vorgetragene Songs übertragen sich. Ganz einfach. Hits wie „Calling“ werden serviert und Sänger Ingo geht in der Menge baden. 

Fotos vom Sonntag

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 7500 Besucher hatte es zu mehr als 40 Bands an drei Tagen in das Mittelzentrum gezogen. Das Veranstalterteam um Andre Jürgens und Calvin Siemens war zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung. Bis Sonntagabend hatte auch der Rettungsdienst und die Security kaum Vorkommnisse zu vermelden. Bis zum Nachmittag gab es an den drei Tagen 232 kleinere Behandlungen und fünf Transporte ins Krankenhaus.

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