„K4“ fiebert Auftritt beim Ziegelei-Festival entgegen / Drei Söhne mit Musik aufgewachsen

Rockmusik neu interpretiert

Da geht die Post ab, Neujahrstag 2011 im Gasthaus „Zur Penne“: Die Twistringer Familienband „K 4“ mit Vater Hubert Kramer (r.) am Bass sowie seinen Söhnen Lennart (Keyboard), Simon (Gitarre und Gesang) und Kevin (Schlagzeug).

Twistringen - Von Anika Bokelmann· Das Reload-Festival ist bekanntlich nach Sulingen abgewandert. Für Bands und Fans keine gute Nachricht – für andere jedoch eine Chance. Denn es gibt eine neue Veranstaltung: das „Alte Ziegelei Festival“ vom 27. bis 29. Mai. Auch die familiären Rockmusiker der Twistringer Band „K 4“ fiebern ihrem Auftritt entgegen.

Seit kurzem stehen die Acts fest. Auf der Liste stehen neben Größen wie „Pohlmann“ oder „Saint Lu“ auch lokale Bands. Beispielsweise „K 4“. Hinter dem kurzen Namen stecken Hubert Kramer und seine drei Söhne Lennart, Simon und Kevin. Auf den Auftritt im Mai freut sich das Quartett schon, denn auf so einer großen Bühne haben sie noch nicht gestanden. Passenderweise treten sie am Sonntag, 29. Mai, am Festival-Familientag auf. „Hier wird ein anderes Publikum angesprochen als beim Reload“, sind sich die Kramers sicher.

In der heutigen Besetzung besteht die Band seit 2006. Damals komplettierte Lennart, heute 13 Jahre alt, als jüngstes Mitglied das Quartett. „2004 haben wir zu Weihnachten gemeinsam gespielt. Die Familie unter sich, wie man sich das so vorstellt“, erzählt Hubert Kramer. Aber schon damals war es nicht die traditionelle Weihnachtsmusik. Die Stücke wurden rockiger interpretiert. „K 4“ hält sich seitdem an Coversongs aus „Papas Zeiten“. Darunter fallen sämtliche Bands und Hits der vergangenen 40 Jahre. Dabei versetzen sie Songs von Deep Purple oder Eric Clapton mit individuellen Noten. „Lieblingsbands gibt es nicht. Wir spielen, was gefällt. Durch Zufall sind vielleicht mal zwei Songs vom gleichen Interpreten dabei“, erzählt Kevin. Der 19-jährige ist der älteste Sohn von Hubert und Anke Kramer. Alle drei Kinder sind mit Musik groß geworden.

Bei „K 4“ spielt Vater Hubert E-Bass. Kevin besetzt das Schlagzeug, Lennart das Keyboard und Simon ist für Gitarre und Gesang zuständig. Kevin spielt zusätzlich in einer Gruppe, die sich „360 Grad“ nennt. „Da schreiben wir auch eigene Songs und experimentieren herum“, so Kevin.

Auch bei der Kreismusikschule engagieren sich die Jungs. Besonders Simon hat seine Freizeit ganz auf die Musik ausgerichtet. Erfolgreich ist er dabei auch: Beim jüngsten Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Wolfenbüttel belegte er den ersten Platz und qualifizierte sich für den Bundesentscheid. Auch in Zukunft möchte er seiner Leidenschaft, der Musik, treu bleiben. Der 16-Jährige hat ein Musikstudium ins Auge gefasst und verfolgt sein Ziel mit viel Engagement. Da bleibt kaum noch Zeit für andere Hobbys.

Für ihre Auftritte proben die Kramers einmal die Woche zusammen in den eigenen vier Wänden. Aber auch sonst dringen anstatt lauter Musik aus dem CD-Spieler eher die Klänge der Instrumente aus den Zimmern, freut sich Anke Kramer. Selbst beim Musikgeschmack hat sich keiner festgelegt.

Das gehe von Rock bis Jazz und von Nirwana bis Bach, weiß Simon Kramer, der mit Bruder Lennart das Gymnasium an der Vechtaer Straße besucht. Kevin macht derzeit ein berufsvorbereitendes Jahr im Behindertenwohnheim in Twistringen und möchte danach in der Gesundheitsbranche eine Ausbildung machen.

Die Premiere vor öffentlichem Publikum hatte „K 4“ beim Motorradtreffen 2009 in Twistringen. Es folgten Auftritte beim Tennisrekord in Marhorst und Band-Abend im Gymnasium.

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