„Reload“ Sulingen: Aufräumarbeiten folgen Planungen für 2016 / Terminsuche

Erst mal durchatmen

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Bewährungsprobe bestanden: Camping- und Veranstaltungsfläche östlich des Stehlener Kreuzes.

Sulingen - Etwa 6500 Gäste feierten am Freitag und Sonnabend, zum Teil auch am Donnerstag, nach Veranstalterangaben das Reload Festival. Die große Sause der Organisatoren steht noch aus. Andre Jürgens, Sprecher der Veranstaltungsgesellschaft: „Im Moment sind wir alle nur im Eimer.“ Zeit zum Durchatmen war bisher noch nicht. Die Aufräumarbeiten sind im vollen Gang. „Jetzt geht es erst einmal darum, alles wieder auf Null zu stellen. Das, was wir ankarren lassen haben, muss jetzt wieder zurück.“

Die Phase der Nachbereitung sei nicht die schönste in der Festival-Organisation. „Aber auch das gehört dazu.“

Nach dem Festival ist vor dem Festival. Nein, Termine für 2016 ständen noch nicht zur Debatte. Er, Jürgens, favorisiere ein Wochenende im August. „Wobei wir nicht mit dem Stoppelmarkt in Vechta, erst recht nicht mit ‚Wacken‘ konkurrieren wollen. Da bleibt nicht mehr viel.“ Denkbar sei auch ein Alternativtermin im Juni. Aber: „Wir müssen das erstmal mit anderen Veranstaltungen – und genauso der Verfügbarkeit von Bands – abstimmen“ Erste Gespräche seien geführt. „Gegebenenfalls können wir schon in zwei Wochen mehr sagen.“

Bereits während der Pressekonferenz am Festival-Sonnabend hatte Jürgens offen gelassen, ob Sulingen 2016 zwei oder wieder drei Tage „Reload“ feiern darf. Am Samstag saßen die Veranstalter des Sulinger Festivals mit Vertretern der Stadt, an der Spitze Bürgermeister Dirk Rauschkolb, an einem Tisch; wohl um auszuloten, wie die Zusammenarbeit im kommenden Jahr optimiert werden kann. Begleitet wurde die Gesprächsrunde durch Vertreter der Organisatoren des Wacken Open Airs. Jürgens: „Wir waren mit dem neuen Gelände schon sehr zufrieden, obwohl das für uns eine große Umstellung war.“ Jetzt gehe es darum gemeinsam Kinderkrankheiten zu beseitigen. Neben dem Engagement der an die 150 freiwilligen Helfer hebt Jürgens wie während der Pressekonferenz noch einmal das der Stadt Sulingen hervor. „Daran gibt es nichts zu deuteln; weder im Vorfeld des Festivals – noch während der Veranstaltung.“

Probleme, die während des Festivals entstanden waren, seien hausgemacht gewesen. Jürgens spricht von Laufwegen, die sich erst einmal hätten einspielen müssen, von Fragen der Kompetenzzuweisung: „Wer darf wo hin?“ Der Sprecher der Veranstaltungsgruppe: „Davon dürften unsere Gäste aber kaum etwas gemerkt haben.“ Das Krisenmanagement habe funktioniert. Etwa, als kurzfristig Ersatzflächen für die Camper geschaffen wurden: „Die Stadt hat mit uns an einem Strang gezogen. Das war gut so.“

In dem Gespräch mit den Vertretern der Stadt am Sonnabend seien unter anderem Fragen der Infrastruktur diskutiert worden. „Wenn die Stadt an dem Festival-Platz für zukünftige Veranstaltungen festhalten will, wäre es toll, wenn wir auch weiterhin im Dialog bleiben könnten. Das würde uns vieles einfacher machen.“

Bürgermeister Dirk Rauschkolb: „Zunächst sind wir einmal froh, dass wir es geschafft haben, dass das Festival in Sulingen bleibt. In der Gesamtschau ist das auch alles positiv gelaufen.“ Wie Jürgens habe auch Rauschkolb Stellschrauben ausgemacht, an denen bei einer Neuauflage in 2016 noch zu drehen ist. „Was die Besucher- und auch die Verkehrsführung angeht, aber auch die Flächen selbst; etwa für Camping. Platz ist genug da, wir müssen nur frühzeitig ins Gespräch kommen und auch die Landwirte abholen.“

Reload Festival am Samstag

Reload Festival in Sulingen am Samstag

Das Veranstaltungsgelände östlich des Stehlener Kreuzes sei positiv aufgenommen worden. „Durch die Besucher, aber auch die Organisatoren des Festivals.“ Der Bürgermeister zur Weiterentwicklung der Flächen, etwa durch das Verlegen von Ver- und Entsorgungsleitungen: „Darüber werden wir noch beraten müssen.“ Dirk Rauschkolb spricht von einem Prozess, der scheibchenweise anzugehen sei. „Auch im Schulterschluss mit anderen Initiatoren.“

oti

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