Reload: Auf dem Festivalgelände östlich des Stehlener Kreuzes läuft der Aufbau

Bühne ist diesmal größer

+
Ist das Puzzle aus Stahl- und Aluminium-Elementen zusammengesetzt, sind 40 bis 50 Tonnen für die Bühne verbaut, schätzt Matthias Schmidt (Audio Service Rheinland).

Sulingen - Verwegene Kerle mit bloßem Oberkörper widmen sich in der Arena des „Reload“ ihrem schweißtreibenden Job, aus den Boxen dröhnt... Okay, bis jetzt ist es ein Kofferradio, das sich mit der Beschallung des Geländes abmüht. Und Namikas fluffiger Song „Lieblingsmensch“ vermag nicht wirklich den Geist des Rock’n’Roll zu wecken – dem gilt es Dienstagnachmittag erst einmal buchstäblich die Bühne zu bereiten. Eine Nummer größer als beim Festival 2013.

Wie groß genau, überschlägt Matthias Schmidt: „28 mal 15 Meter Fläche, 10,50 Meter hoch.“ Schmidt gehört zum Team der Firma Audio Service Rheinland, das mit dem riesen Puzzle aus Stahl- und Aluminium-Elementen von Festival zu Festival tourt. Was das Gesamtkunstwerk am Ende wiegt, muss er schätzen: „40 bis 50 Tonnen.“ Matthias Schmidt zählt eine Reihe seiner Stationen in der aktuellen Festivalsaison auf, etwa das „Hexentanz“ Open Air in Bredstedt. Wacken? Er verdreht grinsend die Augen, „nee, das noch nicht.“ Dieselbe Bühne, die östlich des Stehlener Kreuzes Gestalt annimmt, komme in der Woche nach dem „Reload“ beim „Elbriot“ in Hamburg zum Einsatz.

2013, bei der letzten Ausgabe des Sulinger Festivals, war die Bühne gut acht Meter hoch, meint sich Gunter Koop, Teilhaber der Reload Event Gesellschaft, zu erinnern. Vielleicht wüsste es Airborne-Sänger Joel O’Keeffe genauer, er kletterte seinerzeit bis ganz nach oben – mit E-Gitarre. Die Voraussetzungen dafür, dass die Bands im aktuellen Line-up am kommenden Freitag und Samstag, 7. und 8. August, gut aussehen und klingen, werden Donnerstag geschaffen, „dann kommen Licht und Sound“, kündigt Malik Tharia an. Der Bauingenieur zeichnet für den Part „Logistik und Infrastruktur“ verantwortlich, ist mit einem Quad unterwegs, um die verschiedenen Baustellen im Blick zu behalten. Seine Wasserstandsmeldung am Nachmittag: „Das Festzelt für die ‚Kanonenschänke‘ steht, der Bauzaun zum Einfrieden des Festplatzes und des Backstage-Bereichs auch, da kommt jetzt gleich das blickdichte und schwer entflammbare Vlies dran. Das Pressezelt ist aufgebaut, das VIP-Zelt wird gerade aufgebaut. Im Moment schließen wir auch die WC- und Duschanlagen an. Heute kommt noch ein Autokran, um die Tower für die Bühne aufzurichten, an denen das Dach hochgezogen wird.“ Für die autarke Stromversorgung des „Reload“ werden zwei 400-Kilovoltampere-Generatoren (und kleinere „Verwandte“) sorgen. Tharia und Koop freuen sich, dass Firmen der Region das Festival unterstützen, zum Beispiel stellen „Rohlwing & Raven“, „Agravis“ Nienburg und Timo Stratmann Baumaschinen gratis Maschinen für den Aufbau zur Verfügung, Installations- und Anschlussarbeiten spendieren Lutz Kordes und Lührmann Tiefbau. Probleme seien (zumindest bis jetzt) nicht in Sicht. Gunter Koop: „Es ist weniger Stress, als gedacht.“

ab

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Montag

Sommerreise durch den Landkreis Diepholz - der Montag

Ankunft im Landhotel Schnuck in Schneverdingen

Ankunft im Landhotel Schnuck in Schneverdingen

Boule-Meisterschaft um den Mühlenteichpokal

Boule-Meisterschaft um den Mühlenteichpokal

Freaks and Folks, Fans and Friends - 55.000 feiern beim Deichbrand

Freaks and Folks, Fans and Friends - 55.000 feiern beim Deichbrand

Meistgelesene Artikel

55.000 schalten beim Deichbrand mühelos vom Alltag ab

55.000 schalten beim Deichbrand mühelos vom Alltag ab

Die besten Bilder vom Deichbrand-Festival

Die besten Bilder vom Deichbrand-Festival

Von Diepholz zum Deichbrand: Polizeisprecherin twittert für 55.000 Festivalisten

Von Diepholz zum Deichbrand: Polizeisprecherin twittert für 55.000 Festivalisten

Kommentare