Künstler und Metalheads lieben das Sulingen-Festival

„Erschreckend“ nah dran an der Perfektion

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Amon Amarth, Headliner des Reload 2017, werden von Sulingen gefeiert.

Sulingen - Von Marvin Köhnken. Frauen an die Front! Der Samstag beim Reload Festival in Sulingen beginnt auf der Bühne genauso energiegeladen, wie der Freitag rund elf Stunden zuvor geendet hatte - nur dass an diesem Mittag gleich zweimal die Mädels den Ton angeben. Sowohl bei Of Colours als auch bei The Charm The Fury sind es weibliche Stimmen, die den Musikfans den vom Alkohol vernebelten Schädel freiblasen.

Entsprechend ehrlich klingt es, als Bury-Tomorrow-Frontmann Daniel Winter-Bates kurz nach 14 Uhr die Ausdauer der Fans in Sulingen lobt, die sich trotz Party bis zum Morgengrauen schon wieder bereitgemacht haben und auf Live-Musik warten. Bei durchweg gutem Wetter ist das Infield bei der dritten Band des zweiten Reload-Tages bereits so gut gefüllt, dass die Sicht auf den platt getretenen Rasen unter den Füßen der Metalfans verschwindet. Auch ein kleiner Schauer am frühen Abend kann die Stimmung nicht beeinträchtigen.

„Fast schon erschreckend glatt gelaufen“

Gegen 17 Uhr, im Anschluss an die Auftritte von Massendefekt („Gebucht für's Gefühl“ - O-Ton Sänger Sebastian Beyer) und Knorkator - der humorvollsten Band des Festivals, ziehen die Reload-Organisatoren ein Fazit und bestätigen, was die augenscheinlich gute Stimmung schon erahnen ließ. 

Reload Festival 2017: Alf Ator von Knorkator im Interview

Reload Festival 2017 mit Alf Ator von Knorkator

„Das Team ist sich sicher, noch nie ein so reibungsloses Festival in Sulingen erlebt zu haben. Es ist fast schon erschreckend, wie glatt alles gelaufen ist“, berichtet André Jürgens bei der Pressekonferenz im Namen seines Teams. Gemeint sind dabei sowohl die Planungen im Voraus und der Aufbau des Geländes als auch die Ereignisse und der Ablauf während des Reload.

Amon Amarth lieben das Spiel mit dem Feuer.

Auch die Anfahrt der Besucher klappte laut Olli Karstens, der am Wochenende für die Sicherheit auf dem Gelände verantwortlich war, perfekt. Ihm und Roman Kaminski vom Malteser Hilfsdienst, die bei der Pressekonferenz an der Seite von André Jürgens für Rede und Antwort bereit stehen, bleibt nur eine Nebenrolle. Weil alles gut läuft, gibt es einfach nicht viel zu sagen.

Bury Tomorrow erobern das Publikum mit enormer Bühnenpräsenz.

Rund 10.000 Besucher zählen die Organisatoren an diesem Wochenende - genau so viele wie im Vorjahr. Dank eines etwas breiteren Infields sei es dem Team gelungen, „den Druck rauszunehmen“ und allen Besuchern ein gelungenes Erlebnis zu bieten, sagt Jürgens.

The Charm The Fury zeigen nach Of Colours, dass dieses Festival dringend mehr Frauen benötigt - energiegeladen und stimmgewaltig.

Anerkennende Worte für das Festival findet auch Knorkator-Keyboarder Alf Ator: „Dieses Festival gehört zu den perfekteren. Hier stimmt alles, das Catering ist wunderbar und man muss sich um keine technischen Aspekte Gedanken machen.“ Nur einen Wermutstropfen hat der Musiker ausgemacht: Und zwar, dass seine Band bei solch richtig geilen Festivals am Tage spielen muss, weil die wunderbaren Slots den noch größeren Bands vorbehalten seien.

Knorkator stehen auf der Bühne - und die Kreiszeitung gleich mit. Die Band hatte mehrere Fotografen zu sich hinauf gebeten.

Einen ersten Ausblick auf das Reload Festival 2018 gibt es natürlich auch schon: Am selben Platz wie in den vergangenen Jahren wollen die Organisatoren mit ihren zuletzt 260 ehrenamtlichen Helfern ihr bewährtes Konzept im Großen und Ganzen beibehalten und nur an einigen Stellschrauben drehen. So soll in Absprache mit der Stadt die Infrastruktur auf dem Gelände durch feste Anschlüsse verbessert werden. „Wir können dann einfacher in den Festivalmodus umschalten, wenn das Reload naht.“

Das Reload lässt den Landkreis erstrahlen. Beim Auftritt von Trivium ist das Battlefield bis an den Rand gefüllt.

„Bei all dem nehmen wir die Hilfe der Stadt natürlich gerne in Anspruch. Wir finden immer neue Spezialisten, die jeweils immer kleinere Bereiche abdecken, mehr Ruhezeiten erhalten und uns so letztlich mit Manpower, Inventar und Zeit sehr gut unterstützen.“ Das Reload trage ohne Zweifel dazu bei, die Gemeinschaft der Stadt zu stärken. „Man bleibt auch über das Jahr hinweg in Kontakt und steht im ständigen Austausch. All unseren Helfern sind wir sehr dankbar!“

Caliban sehen gefährlich aus, wünschen dem Publikum aber nur: eine Riesenparty. Dafür geben sie auf dem Reload alles.

Reload 2017 - Lauter Ausklang des Metalfeuerwerks

Reload - Lautes Erwachen am Samstag

Reload 2017 - Freitagnacht: Heaven Shall Burn entfachen ein Feuer

Reload 2017 - Freitagnachmittag

Reload Festival - die Warm-Up-Party 

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