„K.I.Z“ heimliches Highlight / Sonntag Abreise: „Reload – See you in 2016“

Crowdsurfen zwischen Metal-Klängen und Konfetti

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„K.I.Z“ avancierten zum heimlichen Highlight des Samstags.

Sulingen - Von Kerstin Hedwig Winter. „Gibt es eine Regel gegen Crowdsurfen auf diesem Festival?“, erkundigt sich „In Flames“-Frontmann Anders Fridén. „Nein? Dann frag ich mich, warum ihr nicht nach hier vorne kommt.“

Nur wenige Sekunden später ergießt sich eine wahre Flut der Crowdsurfer über die Security-Männer vor der Bühne. Ein Bild, das zeigt, wofür das Reload Festival am Wochenende stand: für den Spaß an der Musik und die Lust, einfach mal durchzudrehen.

Am Freitagabend hatten die Besucher bereits in bester Feierlaune alles aufgefahren, was zu einem echten Festival eben dazu gehört: Mosh-Pits, Crowdsurfen, Tanzen, Trinken. Die Trancecore-Band „Enter Shikari“ riss die Besucher mit ihrer bedingungslosen Energie auf der Bühne mit und Frontmann Rou Reynolds verschlug es zu einem Ständchen in die Mitte der Menschenmenge.

„Kreator“ fackelten im Anschluss nicht nur musikalisch ein Feuerwerk ab, sondern fuhren mit Flammenwerfer, Konfetti und aufwendiger LED-Installation auch optisch ordentlich auf. Danach durften die Besucher mit „In Flames“ den ersten Festivaltag zu einem würdigen Ende bringen. Immer mitten drin: Die stets gut gelaunte Security-Crew, die die Tanzwut der Besucher nur noch mehr anstachelte und mit Wasserbomben und Seifenblasenpistolen für eine eigene kleine Party im Fotograben sorgte.

Reload Festival am Samstag

Nachdem auch die zweite Nacht den Festivalbesuchern Regen gebracht hatte, wurden sie pünktlich zum ersten Auftritt des Tages mit Sonne belohnt. „GWLT“, die den Festivalsamstag musikalisch eröffneten, spielten sich mit ihrer Mischung aus Rap und Hardcore-Elementen sicherlich dauerhaft in die Ohren vieler Besucher.

Mit der Sonne im Rücken feierten die Festivalbesucher gemeinsam mit Bands wie „Death by Stereo“, „Mr. Irish Bastard“ „Madball“ und den „Blues Pills“. Doch der Samstag brachte auch eine Enttäuschung mit sich: „Black Stone Cherry“, die am Nachmittag auftreten sollten, waren im Stau stecken geblieben und ihr Auftritt musste ausfallen. Eine kleine musikalische Gutmachung war nicht nur der Auftritt der Band „Callejon“, sondern auch ihr gemeinsamer Bühnenmoment mit der Band „K.I.Z“.

Zum heimlichen Highlight des Tages avancierte der Auftritt der Deutschrapper „K.I.Z“ selbst, die mit ihren ironischen, anstößigen Texten scheinbar genau den Nerv des Publikums trafen. Dass sich ein besonderer Gast unter den Crowd-surfern befand, war vielen Besuchern sicher nicht bewusst: Bürgermeister Dirk Rauschkolb war der Herausforderung zu einem Bad in der Menge nachgekommen.

Der Abend klang aus mit dem „Folk-Punk“-Sound von „Flogging Molly“ und den „Dropkick Murphys“, die den Besuchern eine Chance boten, auch die letzten Energiereserven in einer großen Feier, wilden Tänzen und musikalischem Rausch zu verpulvern.

Gestern hieß es für die Besucher dann Abschied nehmen. Für viele wird sich der Spruch auf einem der offiziellen Festivalshirts hoffentlich bewahrheiten: „Reload Festival – See you in 2016“.

Reload Festival mit In Flames und Kreator am Freitag

Reload am Freitag: die Festivalbesucher

Reload Festival am Freitag: die Bands

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