Festival-Gänger frequentieren Fachmärkte

„Reload“: Handel frohlockt

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Am Freitagmittag auf Shopping-Tour im Sulinger E-Center, um Vorräte aufzufüllen: Maria Klostermann und Chay Jobusch aus Minden sowie Pia Köster aus Herford (v.l.).

Sulingen - „Ischa Reload Festival“ – und der Sulinger Handel frohlockt. Zumindest Teile der örtlichen Handwerks- und Handelsbetriebe: „Wir sind zufrieden. Das ist eine gute Sache für uns und für die ganze Stadt“, sagt Klaas Teerling, Bäckermeister und Konditor der Bäckerei Schumacher-Teerling an der Nienburger Straße. Teerling versorgt die Festival-Gäste morgens mit belegten Brötchen, mit Kaffee und Kakao. Der 42-Jährige bereits am Freitagmittag: „Wenn die Jungs vom Veranstaltungsteam mich nächstes Jahr noch lieb haben, bin ich auf jeden Fall wieder dabei.“

Der Bäckermeister schätzt die Kontakte zu den Gästen der Stadt, dabei vor allem die Gespräche: „Ich habe den Eindruck, sie fühlen sich wohl und – vor allem – gut aufgenommen.“ Das gelte nicht nur für das Festival an sich, sondern für die Stadt Sulingen und deren Bürger im Allgemeinen. Der familiäre Charakter der Veranstaltung gefalle, das Umfeld auch. Das Fazit des 42-Jährigen: „Das Festival muss in der Stadt bleiben. Schon aufgrund der Medienpräsenz ist das ein Imagegewinn, der unbezahlbar ist.“

Teerlings Berufskollege, Bäcker- und Konditormeister Hermann Döring, sieht das ähnlich. „Das Festival ist die einzige überregionale Veranstaltung, die wir noch haben.“ Die gelte es zu halten, gegebenenfalls auch noch auszubauen. Profitiert auch die Bäckerei Voss-Döring von der Veranstaltung östlich des Stehlener Kreuzes? „Eher nicht,“ so Hermann Döring. „Dafür ist das Gelände zu weit von unseren Läden entfernt.“ Und: „Wird die Fläche später tatsächlich auch für andere Veranstaltungen genutzt, wäre das den ein oder anderen Gedanken an Maßnahmen zur Anbindung an den Stadtkern wert.“

Das Gros der Festival-Gänger hat für sich das E-Center als Logistikzentrale entdeckt. Pia Köster aus Herford am Freitagmittag: „Hätten unsere Zeltplatznachbarn nicht gestern Abend unser Essen verputzt, hätten wir heute nicht noch einmal los gemusst.“ Henrik Schubert ist im Auftrag der Veranstalter zwischen den Getränkeregalen des Verbrauchermarktes unterwegs. „Jeder Musiker hat so seine Vorlieben und Wünsche, die wir erfüllen wollen.“

Bei Leymann Baustoffe wurden unter anderem Pavillons nachgefragt. „Und nach dem Regen auch Wasserschieber“, sagt Baumarkt-Mitarbeiterin Anja Küker. „Viele Handwerker waren hier, die mit dem Aufbau beschäftigt waren.“

Reload am Freitag: die Festivalbesucher

„Bei uns gehen vor allem Regiestühle, Zelte, Luftmatratzen und Feldbetten“, erklärt Heinrich Meier, Marktleiter des Dänischen Bettenlagers in Sulingen. „Wir hatten uns schon vor Wochen ordentlich vorbereitet; nicht nur mit Blick auf das Festival, sondern auch wegen der ganzen Zeltlager hier in den Region. Das Festival muss auf jeden Fall bleiben.“

Reload Festival am Freitag: die Bands

Versorgungsengpässe habe es laut Leiter Maik Höfener genauso wenig in den Lagern des „hagebaumarktes“ gegeben. „Das war in den letzten Tagen ein Kommen und Gehen; zunächst von Einheimischen, seit Donnerstag auch von Festival-Besuchern.“

Nachgefragt worden seien primär Zelte, Heringe – und Trichter. „Wofür die beim Festival Trichter brauchen? Das will ich mal offen lassen“, sagt Höfener.

oti

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