Ehrenamtliche vom Verein Europäische Kinderhilfe sammeln auf dem Veranstaltungsgelände containerweise Müll

Was vom „Reload“ übrig blieb

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Einige der Ehrenamtlichen vom Verein Europäische Kinderhilfe.

Sulingen - Ungezählte Zelte, Pavillons, Grills und Kleidungsstücke hinterließen die Besucher des Reload Festivals auf dem Hauptcampingplatz – gezählt haben die Kräfte, die seit Sonntag damit beschäftigt sind, das Veranstaltungsgelände von Müll zu befreien, die Couches: vier Stück wurden in die freie Wildbahn entlassen.

Ein Eindruck vom Hauptcampinggelände am Dienstagnachmittag – die Ehrenamtlichen versichern: „Das meiste ist schon weg.“

„Eigentlich machen wir hier eine Haushaltsauflösung“, merkt trocken einer der sechs Unentwegten an, die am Dienstagnachmittag in prallem Sonnenschein auch immer noch auf Essensreste stoßen. Ravioli und Co. stinken mittlerweile relativ heftig, allerdings gelte es noch Ekligeres aufzusammeln. Benutzte Kondome, um ein moderates Beispiel zu nennen.

Hier sind keine zu Sozialstunden verdonnerten Übeltäter am Werk, sonderen Ehrenamtliche vom Verein Europäische Kinderhilfe. „Wir sind auf vielen Festivals, sammeln Flaschen und Dosen“, erläutert Michael Stegemann, der beim Verein mit Sitz in Duisburg eine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement macht. „50 Prozent des Pfandes stiftet der örtliche Veranstalter für einen guten Zweck in der Region, die andere Hälfte fließt in unsere Projekte.“ Der Verein engagiert sich unter anderem präventiv gegen sexuellen Missbrauch und kümmert sich, europaweit, um „Einzelschicksale“ – zum Beispiel, wenn einem kranken Kind nur durch eine teure Spezialbehandlung geholfen werden kann (www.europaeischekinderhilfe.de). „Beim ‚Reload‘ ist es das erste Mal, dass wir auch die Beseitigung des Mülls übernehmen, dafür kommt dem Verein eine Spende der Veranstalter zu.“

Auf den Campingflächen im Gewerbegebiet Mühlenkamps Feld, die während des Festivals zusätzlich eingerichtet wurde, habe man bereits klar Schiff gemacht, im Bereich der Bühne und des Festzeltes sei das Gröbste erledigt – und eigentlich, auch wenn es irgendwie nicht so aussieht, sei auf dem Hauptcampinggelände „das meiste schon weg“. Die Ehrenamtlichen trennen das Erbe der Festivalbesucher, Recyclebares, wie Zeltstangen und Grillständer, landet im Wertstoffcontainer. Was den „gemischten Abfall“ angeht, der hat bereits zwei große Container gefüllt, „wir bekommen heute noch zwei neue, die dürften auch fast voll werden“, schätzt Michael Stegemann. Am Wochenende waren noch 20 Ehrenamtliche aus den Reihen des Vereins im Einsatz, aber am Montag rief die meisten von ihnen ihr normaler Job. „Gleich kommen noch fünf Helfer aus den Reihen der Veranstalter.“ Stegemann ist zuversichtlich: „Bis morgen Abend ist der Müll hier komplett verschwunden.“ ab

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