Defibrillator für Motörhead-Frontmann immer auf der Bühne:

Strom für Lemmy Kilmister

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Mit Defibrillator auf der Bühne. Der Sänger und Bassist der Band Motörhead, Lemmy Kilmister, hat Herzprobleme

Sulingen - Von Pascal Faltermann. Ohne Strom geht nichts. Zwischen 50 Ohm bis zu etwa 50 Ampere braucht ein Defibrillator, Starkstrom wird für die Anlagen und Bühnenbeleuchtung benötigt. Die Elektrizität ist unabdingbar, wenn vom 4. bis 7. Juli das Reload-Festival in Sulingen über die Bühne geht.

Etwa zehn Kilometer Kabel werden für das Reload-Festival verlegt, 2445 Kilovoltampere werden benötigt, um Auftritte von Bands wie The Gaslight Anthem, Hatebreed, At the Gates, Donots oder Papa Roach zu ermöglichen. Mehr als 40 Musikgruppen, die klar der härteren musikalischen Gangart zuzuschreiben sind, haben ihr Kommen zugesagt. So auch die Heavy-Metal-Band Motörhead – für die Veranstalter ein absoluter Höhepunkt, der Headliner. Die Musiker um den Frontmann Ian „Lemmy“ Kilmister (67) spielen in Sulingen eines ihrer wenigen Deutschland-Konzerte. Im Vorfeld machten Schlagzeilen die Runde, die die Veranstalter zittern ließen, ob der Auftritt überhaupt möglich sein wird. Denn: Rockbassist Lemmy geht mit einem Defibrillator auf Tour. Wegen Herzproblemen wurde ihm der Schockgeber eingesetzt. Wie die Sprecherin der Band bestätigte, hat der Rocker den erfolgreichen Eingriff bereits im März in seiner Wahlheimat Los Angeles vornehmen lassen. „Lemmy geht es gut, er hat sich zu dem Schritt entschieden, da er ganz sicher noch einige Jahre touren will“, sagte sie.

Der Eingriff sei erfolgt, nachdem bei dem Musiker während einer Routineuntersuchung Herzprobleme erkannt worden waren. Der implantierte Defibrillator (ICD) überwacht den Herzrhythmus, erkennt Unregelmäßigkeiten und greift notfalls lebensrettend ein. Der Apparat wird im oberen Brustbereich eingesetzt. Hinzu kommt, dass Kilmister den Auftritt beim Seerock Festival in Graz am 22. Juni aufgrund akuter Hämatome absagen musste, sein Arzt erteilte ihm Flugverbot. Wer weiß, wie oft eine Show von Motörhead noch möglich sein wird. In Sulingen besteht die Chance, ein Stück Rockgeschichte zu erleben.

Während bei Kilmister die Elektrizität lebenswichtig ist, muss auch für die Bühnen ständig Strom fließen. Licht, Sound und Verstärker funktionieren nicht von alleine. Die Reload-Veranstalter haben zu dem Erfahrung genug, all das zu gewährleisten. Hardcore-Bands wie Hatebreed oder Sick of it All können also ihre Starkstrom-Gitarren bearbeiten wie sie wollen.

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