Camper richten sich für das „Reload“ am Freitag und Samstag in Sulingen ein

Festivalfans bauen Zeltstadt

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Dicke Boxen, Ventilator, Grill und Plüschsessel: Winse, Chris und Horse (v.l.) – bei Festivals firmieren die drei Bremer unter ihren Spitznamen – haben es sich gemütlich gemacht.

Sulingen - Auf dem Campinggelände des Reload Festivals, östlich des Stehlener Kreuzes, ist bis zum späten Donnerstagnachmittag eine Zeltstadt in beeindruckender Größe entstanden. Während es sich die einen schon bei Gegrilltem, Bier und Musik aus der Konserve gemütlich machen, ziehen andere, ausgerüstet mit Rucksäcken oder Wägelchen, zum Einkaufen Richtung Innenstadt – sportlich, bei 34 Grad im Schatten.

Eine beeindruckende Zeltstadt ist bereits bis zum späten Donnerstagnachmittag gewachsen.

Student Pascal Siebelts aus Barnstorf bringt ein Wurfzelt in Stellung – „für meinen Bruder. Wir bauen auch größere Zelte auf.“ Es kommen noch Kumpels, die es nach der Schulzeit in andere Orte verschlagen hat. Für Pascal ist es das dritte „Reload“, bei dem er dabei ist: „Die ganz Atmosphäre hier ist richtig gut, man trifft nette Leute.“ Auf die Frage, was man für ein Festival dabei haben muss, gibt er die Standardantwort: „Bier, einen Grill, Musik.“ Und ergänzt: „Etwas Kultiges für den Zeltplatz. Ich habe einen Papagei, der leuchtet, der kommt nachher auf den Pavillon.“

Spezialausstattung probieren ein Stück weiter auch Gerrit und Jannik aus: Statt Trichter und Schlauch verwenden sie einen Plastikschädel plus Rückgrat für die „Druckbetankung“ mit Gerstensaft. Lydia und Patrick Lahn aus Celle gucken ihren Campgenossen grinsend zu. Warum sind sie beim „Reload“ dabei? „Weil es in der Nähe ist und weil hier gute Bands spielen“, sagt Lydia. Sie freut sich vor allem auf den Auftritt von K.I.Z. –für Patrick ist In Flames das Highlight im Line-up.

Für’s „Trichtersaufen“ probieren Gerrit (l.) und Jannik Ausrüstung im Metal-Stil.

Eine wirklich weite Anreise hatte auch Katharina Blaszkiewicz aus Scheeßel nicht. Für sie ist es die „Reload“-Premiere, „wir wechseln mal, waren in anderen Jahren schon in Wacken und beim ‚Hurricane‘.“ Da kommt einem das Sulinger Festival sicher überschaubarer vor? „Das ist genau der Grund, warum wir hier sind. Wacken wird so langsam Mainstream.“ Auch Katharina freut sich auf In Flames, „und auf Callejon.“ Sie und ihre Begleiter würden sich allerdings wünschen, dass nicht alle „härteren“ Bands auf den Freitag konzentriert wären.

Horse, Winse und Chris aus Bremen bezeichnen sich selbst als „Oldies“ – „na, wir sind 50, die anderen hier im Schnitt 25“, sagt Horse. Er und Chris waren schon beim „Reload“ dabei, als es noch in Twistringen stattfand. Wie er das neue Gelände findet, damit möchte Horse noch nicht rausrücken, „frag mich das am Samstag nochmal.“ Chris findet: „Es ist ein Monster-Line-up, tolle Bands. Dass man diesmal auf einem Platz parken, Wohnmobile abstellen und zelten kann, ist sehr gut. Ich hoffe, dass es sich diesmal für die Veranstalter lohnt.“ ab

Reload Festival 2015: der Aufbau

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