Abschied vom Veranstaltungsort Twistringen / Landwehr: „Eine Chance für unsere Stadt“

„Reload“ ab 2011 in Sulingen

Planungsgespräch: Gunter Koop, John-Henrik Landwehr, Calvin Siemers und Andre Jürgens.

Sulingen - (oti) · Hinter vorgehaltener Hand wird schon seit längerem darüber gemunkelt: Die Organisatoren des „Reload“-Festivals verlassen den Veranstaltungsort Twistringen – und ziehen mit Sack und Pack nach Sulingen um. Partner der Veranstalter sind „Initiative“ und Kulturverein Sulingen.

Gestern ließen John-Henrik Landwehr („Initiative“), Gunter Koop (Kulturverein), Calvin Siemers und Andre Jürgens (beide „Reload“) die sprichwörtliche Katze aus dem Sack: Geplant wird das Festival vom 1. bis zum 3. Juli 2011 im Mittelzentrum. Calvin Siemers: „Wir hoffen auf 10 000 Besucher – an jedem der drei Veranstaltungstage.“

Die Stadt Twistringen sei bereits über die Entscheidung der (bisher) fünfköpfigen Veranstaltergruppe informiert worden. Was diese schlussendlich bewogen hat, den Geburtsort des „Reloads“ zu verlassen, darüber sprechen sie nicht – zumindest nicht öffentlich.

Andre Jürgens: „Die organisatorische Unterstützung, die uns in Sulingen angeboten wurde, und die Rahmenbedingungen, die wir hier vorfinden, haben uns überzeugt. Mit unseren Fans und Helfern in Twistringen hat das nichts zu tun.“ Im Gespräch waren auch Veranstaltungsorte wie Vechta und Goldenstedt. Jürgens: „Wir fühlen uns schon heute super in Sulingen aufgehoben.“

Seit 2006 bereichert das „Reload“-Festival das kulturelle Angebot der Stadt Twistringen und gilt bei vielen der Besuchern als einer der Höhepunkte des Jahres. Bei Konzertagenturen hat das Festival inzwischen einen Namen. 2010 traten auf dem Gelände der „Alten Ziegelei“ Interpreten und Gruppen wie Billy Idol, „The Boss Hoss“ und „Selig“ auf.

Die Kontakte zwischen den „Reload-Machern“ und Sulingen sind über private Bindungen zustande gekommen. Was folgte, waren Gespräche mit der Stadtverwaltung, Vertretern der im Rat vertretenen Parteien und dem Vorstand der „Initiative“. Gunter Koop, stellvertretender Vorsitzender des Kulturvereins: „Festivals haben in Sulingen Tradition.“ Koop selbst war 1980 an der Organisation des Open-Airs in der Horster Heide mit 15 000 Besuchern, zwei Jahre später an der Veranstaltung am Barrierer Kirchweg mit 30 000 Besuchern beteiligt. „Wir werden noch abstimmen, in welcher Form der Kulturverein unterstützen kann.“

Die „Initiative“ sitzt als Partner bereits fest mit im Boot. John-Henrik Landwehr: „Wir sehen eine Chance für unsere Stadt – nicht nur für den Einzelhandel an den drei Veranstaltungstagen, sondern vor allem auch durch die zu erwartende mediale Aufarbeitung.“

Zurzeit sind Veranstalter und Partner auf der Suche nach dem „passenden“ Veranstaltungsgelände.

Gesucht wird eine Fläche mit einer Größe von etwa zehn Hektar für Parken, Camping und als eigentliches Festivalgelände.

Andre Jürgens: „Wir haben schon die ersten Bereisungen hinter uns gebracht. Da ist das ein oder andere Schmankerl dabei...“

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