Am Freitag beginnt der 974. Bremer Freimarkt / Etliche Neuheiten auf der Bürgerweide

Nostalgie und Dschungelprüfung

Der 974. Bremer Freimarkt wird aufgebaut – so manche Dekoration muss noch hochgeklappt werden.

Bremen - Von Thomas Kuzaj· Wer sich immer schon mal zersägen lassen wollte – bitte schön, kein Problem. Auf dem Bremer Freimarkt kann der Wunsch in Erfüllung gehen. Die 974. Ausgabe des Volksfests beginnt am Freitag, 16. Oktober. Der Freimarkt dauert bis Sonntag, 1. November.

Es ist ein durch und durch interaktives Vergnügen auf der Bürgerweide. Wie eben in der nostalgischen „Revue der Illusionen“ aus Bayern. Die Varieté-Schaubühne gehört zu den Neuheiten auf dem 100 000 Quadratmeter großen Areal. Schwebende Jungfrau, Frau ohne Unterleib – alles dabei. Und mutige Gäste aus dem Publikum können sich zersägen lassen, so Marktmeisterin Claudia Lange.

Lesie Sie dazu:

Mit Bus und Bahn zum Volksfest fahren

„Kein Grund nicht hinzugehen“

Feststimmung mit Tony Marshall

1 123 Bewerbungen landeten dieses Mal auf ihrem Tisch. 341 Schausteller bekamen Zulassungen. 32 große Fahrgeschäfte stehen nun auf der Bürgerweide – und 18 Kinderkarussells. Der Rest: Festzelte, Losbuden, Imbissbetriebe. Und so weiter, und so fort. In der Mischung ein „echtes Volksfest“, so Stadtamts-Chef Hans-Jörg Wilkens – ohne jene Überbetonung der Festzelte, wie man sie von gewissen Festen in München und Stuttgart kenne.

Unter den Volksfest-Neuheiten in Bremen:

· „The Tower“, das „größte mobile Event-Center der Welt“. Das „Laufgeschäft“ (Lange) hat zwei markante, jeweils 35 Meter hohe Türme. Innen lauern Außerirdische, es gibt eine Kletterwand und Wasserspiele. In 20 Metern Höhe ist eine Plattform mit Café. Ebenfalls im Programm ist ein Fahrstuhl, der steckenbleibt. Für alle, die sowas mögen.

· „BoosterMaXXX“, nur echt mit drei großen „X“, ist ein 55 Meter hoher Blickfang auf der Bürgerweide. Hier sind wahre Höhenflüge möglich. Die Fahrgäste werden mit bis zu 100 Kilometern pro Stunde herumgeschleudert.

· „Crazy Outback“ lädt die Besucher ein, Australiens Abenteuer auf zwei Ebenen, in dunklen Gängen und im Labyrinth zu erleben – die Dschungelprüfung auf der Bürgerweide.

Auch Klassiker dürfen auf dem Freimarkt nicht fehlen, weiß Claudia Lange: „Kultgeschäfte wie ‚Krake‘, Riesenrad und ‚Happy Sailor‘ sind natürlich dabei.“ Nach elf Jahren Pause wieder dabei ist die „Alpina-Bahn“ – mit einer Strecke von 910 Metern die längste Achterbahn ohne Überschlag.

Der Freimarkt öffnet täglich von 13 bis 23 Uhr, freitags und sonnabends bis 24 Uhr. Am Eröffnungstag beginnt der Spaß um 16 Uhr am Nachmittag. 0,25 Liter Bier kosten hier zwei Euro, dort 2,50 Euro. Bei einer Maß Bier reicht das Spektrum von 6,50 Euro bis 8,20 Euro. Zum Vergleich: Oktoberfestbesucher zahlten 8,60 Euro. Marktmeisterin Lange: „Und hier in Bremen bekommt man für sein Geld auch ein richtiges Bier.“

Und so manche Illusion – wie beim Zersägen im Varieté. Auf Nostalgie setzt der Freimarkt an mehreren Stellen. So ist nach Jahren auch die „Raupe“ wieder dabei – das „Rundfahrgeschäft“ mit Dach. Baujahr: 1926.

Das könnte Sie auch interessieren

Neujahrsempfang der Bundeswehr in Rotenburg

Neujahrsempfang der Bundeswehr in Rotenburg

Schnee und Glätte treffen den Berufsverkehr

Schnee und Glätte treffen den Berufsverkehr

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Finale bei den Bremer Sixdays

Finale bei den Bremer Sixdays

Meistgelesene Artikel

Kommentare