Unwetter trübt Stimmung im VIP-Camp nicht

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Selbst der VIP-Campingplatz steht inzwischen unter Wasser.

Scheeßel - Von Vivian Krause. Erneut erreicht die Festival-Besucher am Samstagmorgen eine Unwetterwarnung- via Facebook und App des Veranstalters. Verständlich, dass nicht alle Musikfans in ihren Zelten diese Nachricht gegen 8.30 Uhr mitbekommen haben. "Jetzt wo das gewittert, geht doch keiner mehr zum Auto", kommentiert Basti. Dennoch: Alle sollen sich zur Sicherheit in ihre Wagen und Wohnmobile begeben und anderen Schutz gewähren. Eine mittlerweile gewohnte Anweisung.

Lassen sich deshalb die Besucher das Hurricane vermiesen? Marie-Theres (21), Timo (31) und Nadja (27) jedenfalls nicht. Bereits seit Donnerstag harren sie aus, wenn es regnet und gehen aufs Infield, wenn es das Wetter zulässt. Bands gibt trotz der etlichen Ausfälle für die drei genug zu sehen - einen bestimmten Act haben sie sich nicht rausgepickt, die Masse an Künstlern machts.

Für Timo aus Berlin und Nadja aus Chemnitz ist es bereits das dritte Hurricane Festival in Scheeßel. Die zwei starteten vor etwa vier Jahren als Paar mit den Festivalbesuchen. Jetzt sind sie getrennt, aber immer noch gemeinsam unterwegs. Von Deichbrand über Rock im Park bis Highfield ist alles dabei. "Vorher hatte man nicht das Geld dafür", sagt Nadja. "Mittlerweile ist man fast wieder zu alt", fügt sie hinzu und lacht. Die Luxus-Camper, die mit den Jahren eine Komplett-Ausstattung an Zelt, Pavillion, Tisch und Co. angesammelt haben, nehmen für ihren Trip auch mal etwas mehr Scheine für einen VIP-Platz in die Hand. Oben drauf gibt es einen Mietwagen - der in dem jetzigen Zustand allerdings etwas Sorgen bereitet. "Hoffentlich verkraften die den Dreck", scherzt die 27-Jährige.

Neben ist "die kleine Cousine" von Nadja, Marie-Theres aus Dresden dabei. Es ist ihr erster Hurricane-Besuch, ein Festival-Neuling ist sie aber nicht. Dieses zeigt sich dabei mehr als verregnet. "Wir kennen schlechtes Wetter von den Veranstaltungen, die Hitze überfordert uns allerdings dieses Jahr", stellt Nadja fest. Dennoch ist das Hurricane für die 27-Jährige mit Abstand an erster Stelle auf ihrer Liste. Auch sagt sie, dass in ihrer Festival-Laufbahn noch nie ein Konzert wegen des Wetters abgesagt wurde. Wahrscheinlich hat das Rock am Ring alle sensibilisiert, sind sich die drei einig. Eine Unwetterwarnung seitens des Hurricane erreichte sie in der ersten Nacht aber nicht - der Grund: Das Internet. WhatsApp-Nachrichten gingen mit einer Verspätung von einigen Stunden erst raus und die App funktioniere gar nicht, erklärt Marie-Theres.

Als die White Stage am Donnerstag noch geöffnet war - seit dem ersten Unwetter wurden dort alle Konzerte abgesagt - rockten Romano die Bühne. Auch Marie-Theres und Co. waren "in diesem Schwitzi-Zelt" und eigentlich ganz froh, dass sie da jetzt nicht mehr reinmüssen. Dennoch: Das Abendsprogramm am Freitag mit Trailerpark, Rammstein und K.I.Z. konnten die drei und auch alle anderen Festivalbesucher dann regen- und unwetterfrei genießen.

Bleibt zu hoffen, dass auch am Samstag das Programm wie geplant gespielt werden kann. Und die Besucher weiterhin mit guter Laune vor der Bühne stehen. Trotz einer kurzen Nacht, wenn die Camper gegen 8 Uhr in der Früh von Regen und Donner geweckt werden nachdem sie noch bis vor wenigen Stunden die Acts abgefeiert haben.

Hurricane-Konzerte am Freitagnachmittag

Hurricane öffnet Tore mit Verspätung

Wassermassen auf dem Hurricane-Festival

Donnerstag auf dem Hurricane

Hurricane-Zeltplatz am Donnerstag

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