Viele neue Geschäfte auf dem Freimarkt – aber im Fokus steht die Sicherheit

Loopings und Kopfstände

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Mit dieser Tafel danken die Schausteller der Stadt Bremen für das 5,9 Millionen Euro teure neue Stromnetz auf der Bürgerweide, dessen Finanzierung noch nicht endgültig geklärt ist. Die Tafel ähnelt einem Stein, der 1968 nach einer Bürgerweiden-Sanierung ins Pflaster eingelassen – und jetzt saniert – wurde. Den neuen Stein halten – von links gesehen – Schausteller Rudi Robrahn, Freimarkts-Urgestein Carl-Hans Röhrßen und Schausteller Olaf Böker. ·

Bremen - Von Thomas Kuzaj. „Die Sicherheitsvorkehrungen sind verschärft worden“, sagt Susanne Keuneke, Vorsitzende des Vereins der Schausteller und Marktkaufleute. Am Freitag, 19. Oktober, beginnt der 977. Bremer Freimarkt. Er dauert bis zum 4. November. Vorab geht es diesmal nicht allein um Karussell-Neuheiten, sondern eben auch um das Thema Sicherheit.

Denn im Herbst vergangenen Jahres hatte sich auf dem Freimarkt eine Gondel der „Krake“ gelöst. Sie war in eine Absperrung gekracht. Neun Menschen wurden damals verletzt – unter ihnen eine 27-jährige Frau, die zeitweise in Lebensgefahr schwebte und notoperiert werden musste. Im Frühjahr folgte dann ein Unfall auf der Osterwiese, als sich eine Gondel des Fahrgeschäfts „Commander“ teilweise gelöst hatte. Ein 14 Jahre altes Mädchen und ein 33 Jahre alter Mann, die beide in der Gondel saßen, wurden leicht verletzt. Ursache war hier offenbar eine mangelhafte Schweißnaht.

Die „Krake“ ist in diesem Jahr nicht auf dem Freimarkt dabei, sagt Keuneke. Auch der „Commander“ wird auf der Bürgerweide nicht zu finden sein.

Die Bauaufsicht verdoppelt die Zahl der Gutachter, die den Aufbau der Fahrgeschäfte überprüfen. Es sind jetzt vier statt zwei. Zudem werden zwei zusätzliche Feuerwehrzufahrten eingerichtet, sagt Raimund Klug, der neue Marktmeister. Am Klangbogen wird der Freimarktsweg breiter, um „Staus zu entzerren“.

1 141 Schausteller haben sich in diesem Jahr um einen Platz auf der Bürgerweide beworben, sagte Klug. 334 bekamen eine Zulassung von der Marktverwaltung – unter ihnen 33, wie es im Behördendeutsch vergnüglich heißt, „Fahr- und Belustigungsgeschäfte“ sowie 17 Kinderkarussells. Zu den Neuheiten (für Erwachsene) zählen „Devil Rock“ (Loopings und Kopfstände bei rasendem Tempo), „Parkour“ (rasantes Auf und Ab) und „Spinning  Racer“ (Achterbahn mit Gondeln, die sich dann und wann überraschend drehen). Außerdem die Villa „Haunted Mansion“ (Geisterbahn mit vibrierenden und kippenden Gondeln) und der „Big Spin“, in dem die Besucher – unter anderem – schweben, fliegen und umherschwingen.

Wieder dabei ist der „Booster Maxx“, der seine Gäste in drei Sekunden auf ein Tempo von 100 Kilometern pro Stunde beschleunigt, was ja so einige Kräfte freisetzt, und womöglich nicht nur physikalische. Für tüchtige Belustigung soll „Freddy‘s Company“ sorgen. Und was innen passiert, ist außen auf Leinwänden zu sehen. Mit dem „Star Flyer“ kommt das größte transportable Kettenkarussell nach Bremen. Als „6-D-Kino“ wird „The Game“ angepriesen. Hier können die Zuschauer das Programm interaktiv beeinflussen. Zu den Volksfest-Klassikern zählen beispielsweise der „Breakdancer“, „Top Spin“ und die „Wilde Maus“.

· Der 977. Bremer Freimarkt öffnet täglich von 12 bis 23 Uhr; am ersten Tag geht es ab 16 Uhr los. Freitags und sonnabends öffnen die Buden, Zelte und Karussells bis 24 Uhr.

Die Bierpreise bewegen sich zwischen 2,50 Euro für 0,25 Liter und 6,50 Euro bis 8,50 Euro für einen Liter.

Der Ramba-Zamba-Zauber in Halle 7 beginnt jeweils um 21 Uhr.

http://www.freimarkt.de

http://www.halle-7.de

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