Karnivool im Interview

Bier, frische Musikströme und Bratwurst

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Karnivool-Sänger Ian Kenny

Scheeßel – Verstörend, rau und sehr gitarrenlastig ist die Musik der Band Karnivool. Liebhaber von unvertraute Klängen, von Experimenten mögen die Songs der Australier. Zum ersten Mal gastierten Karnivool beim Hurricane-Festival.

Am Rande nahmen sich Sänger Ian Kenny und Leadgitarrist Andrew Goddard Zeit für ein Interview.

Das neue Album "Asymmetry" hat 14 neue Songs. Welcher ist der beste?

Ian Kenny: „A M War“ der vierte Song auf dem Album gehört zu meinen Favoriten. Wir haben ihn live gespielt und es hat richtig Spaß gemacht. Es ist ein sehr frischer Song, der schwierig zu spielen ist und viele Musikströme enthält.

Andrew Goddard: Ich mag „Aeons“, es ist der sechste Song.

Denken Sie, dass die neuen Songs besser sind als die alten?

Ian Kenny: Nicht besser. Aber verschieden, es sind neue Stilrichtungen darin.

Begeben Sie sich mit dieses Album auf einen neuen Weg?

Ian Kenny: Wir haben auf diesem Album ganz viel erforscht und experimentiert. Wir wollten neuen Boden entdecken, den wir noch nicht betreten haben.

Andrew Goddard: Wir haben den nächsten Entwicklungsschritt versucht zu gehen und uns dabei zu entfalten. Wir versuchen Dinge besser zu machen und neue Wege zu finden.

Ian Kenny: Ja, wir gehören nicht zu denen, die sagen, dass dies das beste Album ist. Eine Band kann das schlecht sagen, dass machen die Fans oder die Musikcommunity.

Es gibt viele Bands, die behaupten, dass ihr neuestes Album auch immer das beste ist.

Ian Kenny: Ja, und es gibt viele, die behaupten, ihr erstes Werk wäre das beste.

Andrew Goddard: Ich glaube, diese Bands meinen, dass es ihr Favorit ist, nicht aber unbedingt das beste. Bei unserem jetzigen Album denke ich, das wir darauf sicherlich ein paar Dinge besser gemacht haben als je zuvor. Und ich denke, es sind einige Songs auf der Platte, auf die wir sehr stolz sind, sie sind sehr frisch, spannend. Ich denke, wir sind noch zu Nahe am Album dran, um ein Resümee zu ziehen. Wir haben es erst vor und nach dem Mastern gehört.

Was für eine Musikrichtung machen Sie eigentlich? Ist es Alternative, Nu-Metal oder Progressiv?

Ian Kenny: Es ist Alternative.

Andrew Goddard: Es ist halt Karnivool. Darin sind viele Elemente.

Ian Kenny: Progressiv-Kram und Härteres.

Andrew Goddard: Atmosphärisches.

Ian Kenny: Experimentelles. Ein paar elektronische Teile sind ebenfalls enthalten.

Es sind vier Jahre seit dem Album „Sound Awake“ vergangen. Was hat sich seitdem getan?

Ian Kenny: Hmmm... Mit der Band und dem Umfeld hat sich einiges getan. Aber die Alben kann man nicht so vergleichen, sie stehen für sich. Wir als Musiker lernen ständig dazu, wir lernen eine bessere Band zu werden. Ich denke, der Weg, wie wir über Musik kommunizieren, ist vielleicht das einnehmenste Ding an dem wir am meisten arbeiten. Vielleicht sollten wir das straffen und fixer arbeiten, um die Alben schneller fertig zu bekommen. Aber, wir machen uns nicht allzu große Sorgen darum.

Karnivool und viele mehr am Freitag

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Sie sind zum dritten Mal in Deutschland. Habt Konzerte im Hamburger Logo gegeben. Wie ist es für Sie, wenn in einem „fremden“ Land die Leute die Songs mitsingen?

Andrew Goddard: Das ist erstaunlich, verrückt.

Ian Kenny: Wundervoll. Wir haben in der vergangenen Nacht in Prag gespielt mit Stone Sour und das war unfassbar.

Andrew Goddard: Es gibt so viele Leute, die unsere Songs kennen – das ist unglaublich. Wenn du durch die Welt reist und die Leute singen deine Songs, ist das einfach ein großartiges Gefühl.

Welche Bands schauen Sie sich beim Hurricane-Festival an?

Ian Kenny: Portishead und Sigur Ros.

Andrew Goddard: Das wird schwierig. Converge und Portishead, meine Lieblingsbands, spielen zur selben Zeit.

Die Songs auf eurem neuen Album sind hart und rau. Welche Adjektive fallen Ihnen zu Ihrer Musik ein?

Ian Kenny: Experimentell.

Andrew Goddard: Chaotisch. Und, marmeladig.

Und drei kurze Worte zu Deutschland ganz allgemein?

Ian Kenny: Gutes Bier.

Andrew Goddard: Glühwein.

Ian Kenny: Wir denken nur an Alkohol... Vielleicht noch das Barbecue

Sie meinen die Bratwurst?

Ian Kenny: Ja, die Bratwurst. Essen und Bier. Das könnt ihr.

Bilder vom Hurricane-Festival

Bands und Menschen am Hurricane-Sonntag

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