Streit um Stromkosten dauert an

Kein neuer Besucherrekord beim Freimarkt

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Schon vorbei – gestern Abend endete der 977. Bremer Freimarkt. ·

Bremen - Von Nina Seegers. Das war‘s schon wieder – nach 17 Tagen hat das bunte Treiben auf der Bremer Bürgerweide ein Ende. Gestern Abend wurde der 977. Freimarkt im Festzelt „Riverboat“ feierlich zu Grabe getragen.

Der 2011 erzielte Besucherrekord von 4,4 Millionen konnte in diesem Jahr nicht geknackt werden, dafür gab es zu viele kalte und regnerische Tage.

Susanne Keuneke, Vorsitzende des Bundesverbandes der Marktkaufleute und Schausteller Niedersachsen-Nord und Bremen, schätzt, dass dieses Mal knapp vier Millionen Menschen das große Volksfest besucht haben. Dieses Ergebnis schmälert ihre Zufriedenheit über den Verlauf des 977. Freimarkts aber keinesfalls. Denn trotz großer Menschenmassen und regen Alkoholkonsums blieb es laut Keuneke friedlich.

Freimarktparty in der Halle 7

Freimarktparty in der Halle 7 - Samstag - Teil 1

Freimarktparty in der Halle 7 - Samstag - Teil 2

Auch die Polizei Bremen bestätigt, dass die Gewaltdelikte zurückgingen, aber mit etwa 3 000 Verstößen (1 000 mehr als im Vorjahr) gegen die Marktordnung gab es einen drastischen Anstieg im Ordnungswidrigkeitenbereich. Gemeint sind beispielsweise Verstöße gegen das Flaschenverbot und das Mitbringen von Tieren und Fahrrädern. Die Beamten registrierten hingegen weniger gewalttätige Aus einandersetzungen als in den Vorjahren, sagte ein Sprecher. Große Sorgen bereitete der Polizei jedoch der Alkoholkonsum – gerade unter Jugendlichen, da habe es deutlich mehr Auffälligkeiten als in den vergangenen Jahren gegeben.

Karussells und Party auf dem Freimarkt

Alle Karussells auf dem Freimarkt in Bremen 2012

Freimarkt: Der Freitag auf der Bürgerweide

Großes Highlight des Freimarkts war zur Halbzeit wieder der Freimarktsumzug. Etwa 200 000 Besucher hatten sich entlang der gut drei Kilometer langen Strecke am Wegesrand versammelt, um den 144 Wagen und Gruppen zu zujubeln. „Das Wetter war kalt, aber sonnig und wir hatten wieder ganz tolle Gruppen wie die Sambatänzerinnen aus Schweden dabei“, erzählt Keuneke. Besonders gut bei den Besuchern angekommen seien die großen Actionkarussells. „Die Leute brauchen den Adrenalinkick“, glaubt Keuneke. Auch „Miss Freimarkt“ 2012, Mirjam Klinge aus Findorff, habe keine Scheu gezeigt – und sich als sehr karusselltauglich erwiesen.

Nur beim Stichwort „geplante Gebührenerhöhung“ stellen sich bei Keuneke die Nackenhaare auf. Nachdem das Stromnetz unter der Bürgerweide erneuert worden ist, wolle die Stadt Bremen in Zukunft von den Schaustellern 150 000 Euro mehr verlangen. „Das sehen wir nicht ein, schließlich hat der Freimarkt eine so hohe Wertschöpfung für die Stadt. Außerdem haben wir große Bedenken, dass die großen Fahrgeschäfte dann wegbleiben.“

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