„Spaß bloß nicht vergessen“

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Timo Wilkens (links) und Patrick Heym (rechts) von „Casting Louis“ geben dem neuen Effectboard des Lead-Gitarristen Wilkens den letzten technischen Schliff. Interessiert schauen Simon von Seelen (hinten links) und Marcel Heym (hinten rechts) zu.

Achim/Scheeßel - Von Björn Lakemann - Vorfreude pur bei der Achimer Band Casting Louis. Als Belohnung für ihren Sieg beim SchoolJam auf der Frankfurter Musikmesse holt sie stückweise ihre Belohnung in Form von Teilnahme an Festivals und Musikmessen im Ausland ab.

Unser Mitarbeiter sprach mit Sänger Patrick Heym, Simon von Seelen (Schlagzeug), Marcel Heym (Bass) und Timo Wilkens (Leadgitarre). Ohne ihren Techniker Ole Bunke standen sie Rede und Antwort über ihren bevorstehenden Auftritt vor einer Riesenkulisse beim Hurricane Open-Air in Scheeßel.

Ihr spielt mit Kultbands wie den Ärzten, The Cure, New Order, Sportfreunde Stiller oder Blink 182 . Was bedeutet das für euch?

Marcel Heym (MH): Das Ganze hat für uns hohen Stellenwert und bedeutet, dass wir auch einen höheren Anspruch an uns selbst haben müssen.

Patrick Heyn (PH): Man kann sich zwar nicht mit den Topbands messen, doch wir werden alles dafür tun. nicht total unterzugehen.

Simon von Seelen (SvS): Wir wollen natürlich das Beste rausholen.

Timo Wilkens (TW) grinst: Wir dürfen bloß nicht vergessen, Spaß zu haben. Von unserer Spielzeit her (30 Minuten am Sonnabend ab 12.30 Uhr auf der weißen Bühne, Anm. der Red.) sind wir nicht gerade auf Headliner-Niveau. Die allermeisten Zuschauer wissen aber gar nicht, das wir keine Profis sind.

Könnte der Auftritt in Scheeßel Auftakt zu einer großen Karriere sein?

MH: Dass wir senkrecht durchstarten, kann ich mir nicht vorstellen. Doch nichts ist unmöglich. Zunächst mal heißt es: Üben, üben, üben.

PH: Bei jedem Musikreignis müssen wir möglichst Vollgas geben. Auch beim übernächsten Event.

SvS: Ganz spannend dürften für uns die Auslands-Auftritte werden wie die Musikmesse Asia im China im Oktober. Auch die Auftritt in Los Angeles und London Anfang kommenden Jahres sind Highlights.

Das Hurricane in Scheeßel ist ja ein Event in der Nähe. Seid ihr selber schon mal da gewesen?

MH: Wir waren auf dem Rock am Ring. Auf solchen Festivals gewinnt man Rieseneindrücke und hat Erlebnisse, die man nie vergisst. So, ich muss jetzt zur Fahrschule ...

TW: Ich war noch nie auf dem Festival. Gleich als Band dort zu spielen, ist schon heftig.

Was ist denn euer größter Traum - allein in musikalischer Hinsicht?

PH (schmunzelt): Jedes Jahr auf dem Festival zu spielen. Weiter die Musik zum Beruf zu machen, weiter zu spielen.

TW: Ich würde liebend gerne immer in dieser Band spielen.

SvS: Musik ist meine Leidenschaft, und es gibt nichts Schöneres für mich als mit den Jungs Mucke zu machen.

Eure favorisierten Bands wie Coldplay oder Foo Fighters sind nicht in Scheeßel. Welche Bands wollt ihr euch denn dort anschauen?

PH: Unsere Favoriten sind Mumford & Sons, Wolfmother, Temper Trip und für Schlagzeuger Simon die Band Rise Against. Wir saugen alles auf, was wir sehen können, obwohl wir uns nicht allzu viel Zeit lassen können.

Habt ihr nach dem Gewinn des School Jam schon neue Stück einstudiert?

PH: Wir schreiben gerade an drei neuen Stücken und werden unser vorheriges Programm durch neue Sachen aufpeppen. Für die dreißig Minuten Auftritt haben wir auf jeden Fall genügend Material zusammen.

Wie sieht eure Gefühlslage nach Auftritten aus?

TW: Wir denken darüber nach, wie gut der Auftritt war. Dabei legen wir genug Selbstkritik an den Tag und sind eher die Letzten, die gleich in den Feiermodus schalten.

Letzte Frage: Wie werden die kostspieligen Reisen finanziert?

PH: Alle Flüge werden bezahlt. Wir müssen nur die Hotelkosten bei den Auftritten im Inland tragen. Wir erhalten keine Gage, doch für uns ist die Hauptsache, überhaupt zu spielen.

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