Tankstellenbetreiber Frank Evers hat den Festivalvirus / Auch nachts rappelvoll

Bis morgens um 3 Uhr Pizzen und Super Plus

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Frank und Silvia Evers rüsten sich für das bevorstehende Hurricane-Festival.

Scheessel - Wenn andere noch nicht mal in Gedanken beim „Hurricane“-Festival sind oder schon längst wieder ihre Zelte abgebaut haben, dann kommt Frank Evers erst so richtig auf Touren. Für ihn ist es Arbeit, und das Schönste: „Es macht richtig Spaß!“.

In seiner Tankstelle herrscht an den Tagen vor und nach dem Festival Hochbetrieb. Dabei gibt sich der Betreiber der Tankstelle am Feuerwehrkreisel keinen Illusionen hin: „Um eine Dose Bier zu kaufen, kommt wohl keiner der Besucher die drei Kilometer extra vom Festivalgelände zu Fuß hierher.“

So sind es eher die An- und Abreisetage, an denen Andrang herrscht. Aber auch schon in der Woche vor dem Festival merkt er einen Anstieg der Kundenzahlen: „Das sind dann vor allem die Crews, die aufbauen, oder auch Polizisten, die hier frühstücken oder auf ein Brötchen vorbei kommen.“

Wie er sich auf den Ansturm vorbereitet? „Wir stocken unsere Bestände an Energiedrinks auf, die sind – neben Benzin – besonders gefragt, und ‚gesunde‘ Zigaretten, also solche ohne Zusatzstoffe. Wir versuchen, immer an den neuesten Trends dranzubleiben.“

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In Spitzenzeiten verdoppelt er das Personal, eine „Toilettendame“ sorgt für die Sauberkeit des stark frequentierten „stillen Örtchens“. Obwohl Evers selbst noch nie auf dem Hurricane war, begrüßt er den Zuschauerstrom, und das nicht aus finanziellen Gründen: „Die Stimmung, die sie mitbringen, ist einfach toll“, schwärmt er. Das gelte besonders für den Sonntagabend, den Tag der Abreise.

Nachdem Evers vor ein paar Jahren den Spruch gehört hatte: „Zur Tanke brauchst du nicht hin, die ist eh zu“, beschloss er: „Das muss geändert werden!“ Nun schickt der Unternehmer seine Mitarbeiter zur regulären Schließungszeit um 22 Uhr nach Hause und übernimmt gemeinsam mit Ehefrau Silvia die letzte „Schicht“ – so lange, bis keiner mehr kommt, meistens so bis 3 Uhr morgens. „Letztes Jahr war die Bude um zwei Uhr noch rappelvoll, das müssen so an die 40 Leute gewesen sein“, erinnert sich der gelernte Vertriebsprofi. „Dann gibt es frische Pizzen, und wir haben eine richtige Festivalatmosphäre hier.“ Der Hurricane-Virus hat ihn angesteckt: In diesem Jahr hat Evers sich zum ersten Mal eine Karte gekauft, um selbst vor Ort dabei zu sein, drei Kilometer weiter, wo der Festivalvirus tobt. · hey

Das Festival-Gelände

Hurricane: Die Ruhe vor dem Sturm

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