Rund 300 Beamte im Einsatz

Mit Reiterstaffel und Drohne beim Hurricane: Ein Blick in die Polizeizentrale

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Am Haupteingang des Hurricane steht immer eine POlizeistreife bereit.

Die Polizei sorgt mit zahlreichen Beamten für die Sicherheit und Ordnung auf dem Hurricane Festival. Eine Bilanz fällt den Beamten nach zwei Tagen Party am Eichenring in Scheeßel leicht. Warum sie dennoch eine Drohne im Einsatz haben, haben wir uns für euch angeschaut.

Scheeßel - Hektik ist generell fehl am Platz in einer Einsatzleitung der Polizei. So entspannt, wie wir bei der Polizei empfangen werden, kann doch nur ein gutes Zeichen sein. Im neuen Vereinsheim des MSC Eichenring haben die Beamten um Gesamteinsatzleiter Torsten Woestmann ihre Technik aufgebaut, um das Geschehen auf dem Gelände im Blick zu behalten.

Mit gut 300 Polizeikräften aus der Inspektion Rotenburg und der Bereitschaftspolizei aus Lüneburg und Hannover wird der Einsatz von Donnerstag bis Montag bewältigt, erzählt Pressesprecher Heiner van der Werp. Von der An- bis zur Abreise sind Polizisten vor Ort, um für einen ordentlichen Ablauf der Party in Scheeßel zu ermöglichen.

Heiner van der Werp sitzt in der Polizei-Einsatzzentrale.

Ein Einsatz in der Nacht zu Freitag sticht heraus, bei dem ein 21 Jahre alter Partygast schwer verletzt wurde. Das wäre in der Härte schon ungewöhnlich gewesen. Ansonsten halte sich alles im Rahmen.

Noch immer haben sich die Drogenkontrollen bei der Anreise nicht bis zu dem letzten Besucher herumgesprochen. Bis Samstagmittag wurden 36 Blutproben wegen Verdachts auf Drogenkonsum entnommen. Hinzu kommt die „übliche Festivalkriminalität“, so van der Werp. In erster Linie heißt das Diebstähle aus Zelten, aus Taschen und aus Autos. Auch Drogendelikte fallen den Streifen immer wieder auf, die Zahl sei aber nicht besonders hoch.

Für den Fall der Fälle, wenn das Gelände zum Beispiel geräumt werden müsste, hat die Polizei neben Spezialkräften wie der Reiterstaffel auch ein eigenes Social-Media-Team vor Ort. Via Twitter und ganz neu via Instagram werden die Besucher mit wichtigen Nachrichten versorgt. So soll der Kontakt zur Crowd gehalten werden.

Zur Gefahrenabwehr im Vorfeld, oder eben bei größeren Lagen, sind die Drohnenpiloten Sven Wendt und Bekim Tairi von der Zentralen Polizeidirektion Hannover am Eichenring im Einsatz. Auf Anforderung der Einsatzleitung erkunden die Beamten die Situation von oben.

Eine handelsübliche Drohne wird von der Polizei unter anderem zur Kontrolle der Fluchtwege genutzt.

„Wir haben die Fluchtwege überprüft oder die Situation auf den Parkplätzen überwacht“, erklärt Wendt. Gravierende Einsatzlagen habe es bislang noch nicht gegeben. Zurück im Alltag, erklären die Spezialisten, helfen sie zum Beispiel bei Brandermittlungen oder bei großen Schadenslagen auf der Autobahn. In diesen Tagen warten sie einsatzbereit im Schatten auf ihre Anforderung.

Ein abschließender Blick in die Leitstelle lässt es erahnen, Hektik wird an diesem Nachmittag nicht mehr aufkommen. Hoffentlich bleibt es so bis zum Ende des Hurricane Festivals 2019.

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