Auftritt am Samstagabend

Bonaparte auf dem Hurricane: Lass die Nackten tanzen

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Bonaparte lud zur Abrissparty.

Von Mareike Bannasch - Wenn ein Mann einen Schlüpper nach dem anderen von seinem dicklichen Körper schält, eine fast nackte Frau auf einem schwarzen Gummischwan sitzend auf der Menge surft und goldfarbene Männchen mit Computern auf dem Kopf über die Bühne robben, dann kann das nur Eines bedeuten: Bonaparte lädt zur Abrissparty.

Am Samstagabend steht Tobias Jundt, Bonaparte ist lediglich der Künstlername des Schweizer Songwriters und Produzenten, auf der Red Stage und begeistert wie gewohnt mit einer großartigen Show, die vor allem von einer exzessiven Performance geprägt ist. Dazu zählt auch ein so gut wie nacktes Pärchen, das sich auf dem Boden räkelt und mit Sekt überschüttet – um wenig später die klebrig schwitzigen Körper aneinander zu reiben. 

Eine Show von Bonaparte wäre ohne einen großzügigen Schuss Erotik einfach nicht denkbar. Eine Laszivität, die ziemlich platt zur Schau gestellt wird – und dabei zugleich fasziniert und abstößt. Natürlich muss man bei Bonaparte auch über das Musikalische reden. Dieses Mal hat Jundt, der mit einer stetig wechselnden Besetzung auftritt, eine fabelhafte dreiköpfige Bläserkombo am Start, die dem stark elektronisch geprägten Sound immer wieder einfache, an den Punk angelegte Harmonien verpasst. Eine Mischung, die in einem komplexen, satten Klang mündet. Dass die Texte null Aussagen haben? Geschenkt. Hier kommt es auf tanzbare Klänge mit einer großzügigen Portion Wahnsinn an – und die gibt es auch.

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