Beim Hurricane fordert das Volk Musik und Spiele

Dominante Ausgelassenheit am Eichenring

+
„Abiball? Wo denkst du hin? Jetzt ist Hurricane!“

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Tag eins: Es herrscht erstklassiges Festival-Wetter. Das Gelände ist schon übersät mit Müll, auf den Wegen überall Taschentücher, Plastikbehälter, leere Zigarettenschachteln. Der Geruch von Dixi-Klos steigt den Massen in die Nasen, in die Zelte und man fragt sich, wie dieser Geruch am Sonntag auf dem Eichenring noch zu ertragen sein wird.

Die Bands, sie geben alles am ersten Tag. Das Hurricane-Festival hat sich zwar überwiegend auf die Independent-Zielgruppe eingependelt, bietet aber mit mehr als 100 Gruppen, verteilt über drei Tage auf vier Bühnen, Abstecher in ganz vielfältige Klangrichtungen. Viele Höhepunkte sind schon am Freitag dabei. Flogging Molly, SXTN, Clueso und natürlich Green Day. Die ersten von ihnen versetzen die Feiernden in Ekstase-artige Zustände und bereiten das Feld für die Hauptacts am späteren Abend. Halbnackte Menschen surfen über die Riesenrutsche, ein Typ zerdrückt unter euphorischem Jubel eine volle Getränkedose auf seiner Stirn. Es dominiert die Ausgelassenheit.

Viele nutzen den Tag, um voll in die Atmosphäre aus geselliger Bierlaune, musikalischer Glückseligkeit und unverblümter Kontaktfreude einzutauchen. Jetzt, da nach dem wetterbedingten Anreisechaos vom Vortag auch die restlichen Besucher angekommen sind, man sich eingegliedert fühlt, die Energiereserven kaum angetastet wurden, verlangt das Volk nach Musik und Spielen.

„Flunky-Ball“ oder rumhüpfen: egal

Während die einen sich auf den Campingplätzen beim beliebten „Flunky-Ball“-Trinkspiel die Kante geben, vertreiben sich andere die Zeit mit wildem Herumgehüpfe rund um den selbst mitgebrachten Ghetto-Blaster – immer den Zeitpunkt zum Ausstieg vor Augen. Immerhin möchte man später ja noch ein paar Bands erleben.

Wohl nicht wenige Festivalisten werden dieses Mal mit einem mulmigen Gefühl gekommen sein. Die Terrorwarnung bei „Rock am Ring“, die an Pfingsten gleich am ersten Veranstaltungstag zu einer Geländeevakuierung geführt hatte – sie hat Spuren hinterlassen. Die Einlasskontrollen sind strenger geworden, manche haben ein anderes Empfinden. „Ich bin ganz ohne Bodycheck reingekommen“, wundert sich Martha (17). Den Spaß nehmen lassen will sie, wie auch die 78.000 anderen Menschen, sich nicht an diesem euphoriegetränkten Wochenende. Und tatsächlich: Die noch in den Morgenstunden getestete Notfallsirene bleibt stumm. Zum Glück.

Hurricane-Konzerte und Infield-Stimmung am Freitag

„Skinny Lister“ eröffneten das Festival am Freitag musikalisch. © Guido Menker
„Skinny Lister“ eröffneten das Festival am Freitag musikalisch. © Guido Menker
„Boy“ am Eichenring. © Menker
„Boy“ am Eichenring. © Menker
„Boy“ am Eichenring. © Menker
„Boy“ am Eichenring. © Menker
„Boy“ am Eichenring. © Menker
„Danko Jones“ spielten auf der Green Stage. © Guido Menker
„Danko Jones“ spielten auf der Green Stage. © Guido Menker
„Danko Jones“ spielten auf der Green Stage. © Guido Menker
„Danko Jones“ spielten auf der Green Stage. © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
Flogging Molly beim Hurricane © Guido Menker
Flogging Molly beim Hurricane © Guido Menker
Flogging Molly beim Hurricane © Guido Menker
Flogging Molly beim Hurricane © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Guido Menker
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Ulla Heyne
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Miriam Kern
 © Menker
 © Menker
 © Menker
 © Menker
 © Menker
 © Menker
 © Menker
 © Menker
 © Menker
 © Menker
 © Menker
 © Menker
 © Menker
 © Menker

Camping-Bilder vom Freitag

 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove
 © Jan Wiewelhove

Ortswechsel: Während die Massen gerade bei Frank Turner feiern, haben es sich Marvin (21) und seine Freundin Wiebke (19) in Erwartung auf Milky Chance vor der Blue Stage gemütlich gemacht. Vor ihren Füßen steht ein Zehn-Liter-Eimer Sangria. „So ein Festival ist einfach mega vielseitig. Sowohl die Leute, wie auch die Musik“, erklären beide ihre Leidenschaft. „Alle sind wie eine große Familie und wollen eigentlich dasselbe“, meint der 28-jährige Patrick. „Dass die Sonne scheint, das Bier kalt und die Musik einfach nur geil ist.“

Ob sie zum Festival fahren oder nicht, das stand für die beiden Freundinnen Sarah und Ilka (beide 24) außer Frage – wenngleich ihre Anreise im Metronom am Donnerstag wegen der Unwetterschäden alles andere als reibungslos verlaufen war. „Die Warm-up-Party mit Montreal haben wir uns so schenken müssen“, sagt Ilka. Ein bisschen ausgelaugt seien sie nach einer Notübernachtung bei Fremden zwar schon, „aber an Schlaf ist hier nicht zu denken, wir sind ja noch jung!“

Das Hurricane von oben

Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen.
Langsam wird´s eng auf den Zeltplätzen. © Mediengruppe Kreiszeitung / Ulla Heyne

Am Ende von Tag eins, der erst spät in der Nacht endet, werden die letzten Energien mobilisiert und freigesetzt. Ilka, Sarah, Marvin, Wiebke, Martha – sie alle sind Gäste einer großen Party. Und in Gedanken festigen sich in ihnen bereits sicher schon die Pläne für den nächsten Tag. Denn das war erst der Anfang.

Ein erstes Fazit der Polizei:

Nach den Unwettern am Anreisedonnerstag ist das Hurricane-Festival am Freitag friedlich gestartet. Gegen 13.30 Uhr wurden die Tore zum Eichenring geöffnet, am Abend zog Veranstalter Folkert Koopmans ein positives Fazit des ersten Tages. Er sei froh über den bis dahin friedlichen Verlauf und wünsche sich, dass es so bleibt, erklärte er. Auch Polizeisprecher Heiner van der Werp konnte nichts Außergewöhnliches vermelden. „Es läuft“, lautet seine knappe Einschätzung.

Schon am frühen Donnerstag sind die ersten Festivalgäste nach Polizeiangaben in Richtung Scheeßel unterwegs gewesen. Staus auf den Anreisestrecken und rund um den Beeke-Ort waren die Folge. Auch in diesem Jahr zog die Polizei an mehreren Kontrollpunkten zahlreiche Autofahrer auf dem Weg zum Festival aus dem Verkehr. Bei einigen wurde Rauschgift entdeckt und sichergestellt. Mehrere Autofahrer standen unter dem Einfluss von unterschiedlichen Rauschgiften, heißt es in einer Mitteilung. Ihnen wurden, zum Teil schon an der Kontrollstelle in Sottrum, Blutproben abgenommen. Die ertappten Autofahrer durften ihren Weg natürlich nicht am eigenen Steuer fortsetzen. Sie mussten sich eine andere Fahrgelegenheit organisieren.

Bisher verzeichnet die Polizei noch wenig Festivalkriminalität. Trotzdem warnen die Beamten vor dem leichtfertigen Umgang mit Wertgegenständen. Sie gehen davon aus, dass kriminelle Banden den Trubel am Eichenring für Taschendiebstähle nutzen wollen. Die Beamten raten dazu, nicht mit teuren Smartphones auf sich aufmerksam zu machen und die Wertsachen eng am Körper zu tragen.

Das könnte Sie auch interessieren

Paradiesisch: Das sind die schönsten Strände Europas

Paradiesisch: Das sind die schönsten Strände Europas

Trump wegen Harmonie-Gipfel mit Putin zu Hause unter Druck

Trump wegen Harmonie-Gipfel mit Putin zu Hause unter Druck

Festival of Speed: Zum Jubiläum gibt's heiße Flitzer und legendäre Sportwagen

Festival of Speed: Zum Jubiläum gibt's heiße Flitzer und legendäre Sportwagen

Was die Hotelmarken der Veranstalter bieten

Was die Hotelmarken der Veranstalter bieten

Meistgelesene Artikel

Taschenregelung beim Deichbrand: Das darf mit aufs Gelände

Taschenregelung beim Deichbrand: Das darf mit aufs Gelände

Alles dabei? Hier ist die Packliste für das Deichbrand Festival

Alles dabei? Hier ist die Packliste für das Deichbrand Festival

Welche Bands auf welcher Bühne spielen - das Deichbrand-Programm steht!

Welche Bands auf welcher Bühne spielen - das Deichbrand-Programm steht!

Der Poetry Slam auf dem Deichbrand geht in siebte Runde

Der Poetry Slam auf dem Deichbrand geht in siebte Runde

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.