Neues Konzept gegen Blechlawinen

Bleibt der große Hurricane-Stau aus?

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Scheeßel - Von Lars Warnecke. Festivals mit mehreren Zehntausenden Besuchern finden – abgesehen von Städte-Festivals ohne Camping – meist in ländlicheren Gegenden statt. Wo auch sonst gibt es ausreichend Platz für riesige Campingflächen oder Parkplätze für Tausende von Autos.

Das große Problem an ländlichen Gegenden allerdings ist, dass vorhandene Verkehrswege und Leitsysteme selten für solch eine Masse an Fahrzeugen ausgelegt sind. Ohne ordentliches Verkehrskonzept ist die Kapazitätsgrenze schnell erreicht. Wenn wegen Schlechtwetterlagen dann auch noch während der Anreisewelle ganze Parkplätze am Gelände im Schlamm zu versinken drohen oder es während der Anreisewelle zu einem Unfall kommt, kann das dann auch mal zum Mega-Stau führen.

Davon macht auch das Hurricane-Festival keine Ausnahme – bis jetzt, denn mit einer neuen Verkehrsführung entlang der Westerveseder Landstraße (L 131) zwischen dem Scheeßeler Feuerwehrkreisel und dem Gelände, einer neuralgischen Stelle, will der Veranstalter kilometerlange Blechlawinen auf der B 75 verhindern. Dafür gilt ab Donnerstag auf der Landesstraße eine Einbahnstraßenregelung: Autos sollen den linken Fahrstreifen benutzen, für Wohnmobile ist der rechte reserviert. Letztere würden hinter der Bahnüberführung erstmals über Wirtschaftswege zu den für sie bestimmten Stellplätzen umgeleitet, erklärt Festivalleiter Jasper Barendregt. „Wenn die Wohnmobile dann im Stau stehen, stehen sie immer noch nicht bis zum Kreisel.“ Genau das sei es, was man bewirken wolle: Genug Staufläche am Gelände zu bilden, damit man, falls es langsamer vorangeht, in Ruhe nacharbeiten könne.

Hurricane Festival: Endspurt beim Aufbau

Nun hoffen Barendregt und seine Mitstreiter nur noch, dass es Donnerstag, am Hauptanreisetag, nicht wieder so dauerhaft aus allen Kübeln schüttet wie beim Festival vor drei Jahren. „Damals war hier auf den Parkplätzen Land unter, nichts ging mehr“, erinnert er sich. Allerdings, sagt der Festivalchef, habe es schon seit Längerem nicht mehr geregnet. „Der Boden kann also richtig viel ab.“ Und noch etwas dürfte dafür Sorge tragen, dass jeder einigermaßen trockenen Fußes sein Lager aufschlagen kann: „Wir haben für die Parkplätze erstmals komplett Flächen ausgewiesen, die mit fünf bis sechs Metern wesentlich höher gelegen sind und wo das Grundwasser entsprechend sehr viel tiefer steht.“

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