Drogenkontrolle zum Hurricane-Festival 2016

Mit Spürnase und Spieltrieb

„Caju“ schnüffelt sich durch verdächtiges Gepäck. - Foto: Filipiak

Sottrum - Von Sophie Filipiak. Trotz der Hitze stehen rund 35 Polizisten und Zollmitarbeiter in voller Montur in der sengenden Sonne. Um sie herum größtenteils junge Menschen in heller Vorfreude auf das Hurricane. Dass das Festival aber auch „clean“ bleibt, dafür sorgten am Donnerstag in Sottrum die Beamten.

Der Ortseingang wird wie alle Jahre wieder zu einem Nadelöhr in Richtung Scheeßel. Denn viele führt die Anreise zum Hurricane von der A 1 durch Sottrum. Dort werden einige von ihnen an der B 75 von der Polizei in Empfang genommen. Wer kontrolliert wird und wer nicht, entscheidet der Polizeibeamte, der gerade an der Straße Dienst schiebt. Bei der Hitze wechseln sich die Polizisten in regelmäßigen Abständen ab.

Dann wird es ernst. Sowohl die Menschen, als auch deren Fahrzeuge stehen auf dem Prüfstand. Und die Polizisten wissen, wo sowie nach was sie suchen müssen und woran sie erkennen, ob eine Person angetrunken oder auf Drogen ist.

Und was der Mensch nicht aufspüren kann, das schafft der Hund. „Caju“ und seine Artgenossen stehen im Schatten bereit, bis sie zum Einsatz kommen. Die drei Tiere des Hauptzollamtes Bremen sind alle erfahren. Rund ein Jahr hat ihre Ausbildung gedauert. Wichtig bei ihrer Arbeit: eine gute Spürnase und ein ausgeprägter Spieltrieb.

Das beweist „Caju“ bei seinem Einsatz. Es besteht der Verdacht, dass eine dreiköpfige Reisetruppe Drogen mitführt. Der Fahrer ist bereits bei Dr. Heiko William zur Blutabnahme. Währendessen packen seine Freunde das Auto aus. In einer Reihe liegen nun Rucksäcke, Taschen und sonstiger Festivalbedarf da. „Caju“ macht sich sofort an die Arbeit. Das Verkehrshütchen, das eigentlich zur Abgrenzung der Parkflächen gedacht ist, weckt sein Interesse. Probehalber will er reinbeißen, sein Herrchen gemahnt ihn aber zur Ordnung.

Beim ersten Durchgang findet „Caju“ nichts. Dann beim zweiten Anlauf „friert“ er plötzlich ein, das heißt er bewegt sich nicht mehr und zeigt mit seiner Nase den Fundort an. Er wartet artig auf das Signal – ein Klickern – dann bekommt er endlich seinen Lieblingsspielball. Die Droge gehörte aber nicht den drei Jungs, sondern seinem Herrchen, der sie extra für „Caju“ dort platziert hat. Damit der fleißige Schnüffler ein Erfolgserlebnis hat.

Ansonsten ist es an dem Nachmittag eher ruhig. Die Zollbeamten kontrollieren die Fahrzeuge, während die Polizisten bei den Fahrern motorische und neurologische Tests durchführen. Selten muss jemand danach eine Urin- und Blutprobe abgeben. „Die Leute wissen mittlerweile, dass wir jedes Jahr hier sind“, erklärt Polizeipressesprecher Heiner van der Werp. „Mich wundert auch immer wieder, wie entspannt alle sind.“ Und tatsächlich: Viele sind froh, kurz mal aus dem Auto aussteigen zu können, schütteln ihre Beine aus und strecken sich. Auch nach der Kontrolle sind alle freundlich und winken den Beamten zum Abschied zu.

Drogenkontrolle bremst Hurricane-Anreise aus

Hurricane 2016: Die Campingplätze füllen sich

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Hurricane-Aufbau am Mittwoch

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