Kaum Diebstahlsdelikte, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen

Polizei: Krisenmanagement hat sich bewährt

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Hurricane 2016: Polizei zieht positive Bilanz

Scheeßel - Die Rotenburger Polizei zieht eine positive Bilanz des Hurricane Festivals. Gelobt werden das souveräne Krisenmanagement der Veranstalter und das Verhalten der Besucher. Aufgrund der Wetterlage gab es wenige Diebstahlsdelikte, Sachbeschädigungen und Körperverletzungen auf dem Festivalgelände

Das 20. Hurricane-Festival hat im Verlauf der vergangenen vier Tage alle Facetten seines bunten Gesichts präsentiert. Lange Autoschlangen bei der Anreise am Donnerstag mit Temperaturen von über 30 Grad - Blitz und Donner und eine Festivalunterbrechung in der Nacht zum Freitag - Blitzgefahr am Freitagabend mit der Evakuierung des gesamten Infields - Festivalpause nach völlig verschlammten Veranstaltungsgelände am Samstag - strahlender Sonnenschein, beste Musik, und glückliche Festivalgäste am Sonntag. Das Jubiläumsfestival hatte in diesem Jahr alles zu bieten.

Bei all diesen Eindrücken rückten die Dinge, die die Polizei in den vergangenen Jahren beschäftigten, Verkehrs- und Kriminalitätslage, fast in den Hintergrund. Positiv aus Sicht der Ordnungshüter war das ausgesprochen souveräne Krisenmanagement des Veranstalters in enger Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften. Als am Freitagabend Gewitterzellen aus Südwesten aufzogen, reagierten die Verantwortlichen mit einem 2-Stunden-Stopp und schickten die Menschen in ihre Autos. 75.000 Zuschauer verließen vollkommen gelassen den Eichenring und brachten sich in Sicherheit. Um 20 Uhr ging 's dann weiter. Nach erneutem Starkregen nahm der Veranstalter am Samstag mehrere Anläufe, um das Gelände zu öffnen. Immer neue Regenschauer brachten fast 100 Liter auf den Quadratmeter. Das war zu viel, um am Samstag die Bühnen zu bespielen. In der Nacht zum Sonntag vollbrachten fleißige Helfer ein kleines Wunder. Am Sonntag wurde das Gelände für die Gäste geöffnet - die Sonne schien und das Programm konnte fortgesetzt werden.

Update Montag: Wenige Diebstähle / Drohne kreist

Bislang wurden weniger als hundert Diebstähle bei den Beamten angezeigt. Rund um das Festival kam es zu wenigen Sachbeschädigungen. Nur zehn Körperverletzungen belegen den äußerst friedlichen Verlauf der Veranstaltung. "In den kommenden Tagen werden Geschädigte noch den einen oder anderen Diebstahl bei sich zu Hause anzeigen, das ist in den vergangenen Jahren auch so gewesen", sagt Polizeisprecher Heiner van der Werp. Der ungewöhnliche Verlauf des Festivals dürfte auch möglichen Diebesbanden die Arbeit erschwert haben. Bei den An- und Abreisekontrollen hatte die Polizei allerdings mehr zu tun. Fast hundert Rauschgiftdelikte und vierzig Blutprobe nach Drogen- und Alkoholfahrten belegen, dass es erforderlich war den Festivalverkehr genau unter die Lupe zu nehmen.

Mit einer Drohne, die am Sonntagabend während des Public Viewing beim Fußballspiel Deutschland gegen die Slowakei über der Menschenmenge schwebte, musste sich die Einsatzpolizei auf dem Festivalgelände am Eichenring beschäftigen. Rund 25.000 Menschen verfolgten das Achtelfinalspiel der Fußballeuropameisterschaft, als das im Fachjargon "Unmanned Aircraft Systems" genannte Flugobjekt über den Zuschauern aufstieg. Die Polizei konnte den Betreiber der Drohne, einen jungen Mann, ausfindig machen. Er hatte für den Rundflug keine Genehmigung. Die Polizei stellte das Videomaterial sicher und leitete ein Verfahren nach dem Luftfahrtgesetz ein. Der Veranstalter nahm dem Drohnenbesitzer das Eintrittsband ab und erteilte ihm ein Hausverbot.

Hurricane - der Sonntagabend auf und vor der Bühne

Bosse auf dem Hurricane 2016

Hurricane Festival aus der Luft

Hurricane-Konzerte am Freitagnachmittag

Hurricane öffnet Tore mit Verspätung

Wassermassen auf dem Hurricane-Festival

Donnerstag auf dem Hurricane

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