Der Anreisetag in Scheeßel

Geordnetes Chaos zum Hurricane

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Schon mittags konnten die ersten Festivalbesucher über die Campingplätze streifen

Scheeßel - Von Matthias Röhrs. Und auf einmal ist Scheeßel um zehntausende Bewohner größer. Am ersten Anreisetag am Donnerstag zog es etwa 45.000 der insgesamt 75.000 Hurricane-Besucher früh zum Festival. Die Anreise verlief dabei weitestgehend ruhig, auch wenn das Kuddelmuddel selbst alles andere als still blieb. Letztendlich war es so, wie in den vergangen Jahren auch: geordnet chaotisch.

Der junge Mann aus Bremen hat es sich im Schatten an der Westerveseder Landstraße gemütlich gemacht und schaut dem Treiben zu. Sein Kumpel neben ihn döst. „Unsere Freunde stecken noch im Stau“, sagt er und grinst. Die beiden sind mit dem Zug angereist, und wissen jetzt schon: „Das machen wir jetzt immer – die sind zwar voll, aber trotzdem total entspannt.“

Und tatsächlich: Vom frühen Morgen bis in die Abendstunden herrschte auf den Straßen nach Scheeßel weitestgehend Stillstand, auf der Bundesstraße 75 reihten sich die Autos fast bis nach Sottrum. Dabei kam es laut einem Polizeisprecher teilweise auch zu Unfällen, doch bis auf einige Blechbeulen soll es zu keinen größeren Schäden gekommen sein. Auf den Straßen selbst machten die noch verhinderten Festivalisten das Beste aus der Situation. Da es teilweise überhaupt nicht voran ging, faulenzten manche in ihren Klappstühlen, setzten sich in den Schatten, tranken Bier. Eine Gruppe grillte unter einer Brücke schon einmal an.

Klare Statements und skurille Untersätze zur Hurricane-Anreise

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Zurück an den Eichenring: Früh lieferten die Züge jede Menge gut gelaunter Hurricane-Besucher , die sich auch wieder gerne das Gepäck von den zahlreichen Scheeßeler Kindern und ihren Dinocar-Transportunternehmen abnehmen ließen. Die Tapferen von ihnen trugen ihr meist sehr schweres Gepäck selbst.

Anreisewelle zum Hurricane rollt

Um 11 Uhr vormittags öffneten die Veranstalter die Campingplätze, sodass zur Mittagszeit auf den Feldern rund um das Festivalgelände bereits eine große Zeltstadt entstanden ist. Nachdem alles aufgebaut war, feierten sich die meisten schonmal warm – sofern das bei Temperaturen bis zu 35 Grad überhaupt möglich war. Für den Abend hatte der deutsche Wetterdienst noch eine Unwetterwarnung mit Starkregen, Windböen und Hagel herausgegeben.

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