Hurricane-Festival: Trecker ziehen Autos aus Schlamm

Der Tag danach

Während sich am Montag auch die letzten Festivalbesucher auf den Heimweg machten, begann auf dem Eichenring das große Aufräumen. - Foto: Heyne

Scheeßel - Weitgehend friedlich verlief die diesjährige Abreise der rund 75.000 Hurricane-Fans. Am Bahnhof: Gut gefüllte Bahnsteige, Gedrängel blieb allerdings aus. „Es ist ein stetiger Strom“, so ein Polizeibeamter, „fast, als hätten sie sich abgesprochen.“ Bereits um vier Uhr morgens seien die Züge gut gefüllt gewesen, „einige haben auch am Bahnhof übernachtet“.

Ähnlich sah es am Montagvormittag auf den Straßen aus; ein Großteil der Gäste war bereits vorzeitig zur Absage der Konzerte am Samstag oder nach dem letzten Konzert am Sonntagabend gegen 1 Uhr nachts abgereist, wodurch es zu kurzfristigen Staus auf den Zuwegungen kam.

Einige der Autofahrer, die geblieben waren, mussten sich in Geduld üben: Zahlreiche Autos mussten von Treckern, die der Veranstalter organisiert hatte, aus dem Matsch gezogen werden. Lea und Henning nahmen es wie die meisten mit Gleichmut: „Wir warten erst eine halbe Stunde“, so die Hannoveranerin, „allerdings haben wir vor drei Stunden schon mal geguckt, ob sich etwas tut.“

Im Einsatz war ein rundes Dutzend Trecker. Fahrer Markus Düsen, der den beiden gerade das Schleppseil zugeworfen hat: „Gestern und heute habe ich bestimmt schon 250 Autos rausgeholt.“ Einige Kollegen seien schon seit 24 Stunden im Dauereinsatz.

Gar nicht abwarten konnten viele Sammler die offizielle Freigabe des Campingplatzgeländes. Die Polizei musste etliche Personen ermahnen. Immer mehr Menschen haben offenbar die Verwertung der Hinterlassenschaften als Einnahmequelle für sich entdeckt.

Eine Sammlerin aus der Region geht schon seit der Erstauflage 1997 hin, inzwischen mit Mann und Sohn: „An einem Wochenende kann man es so gut auf 600 Euro bringen“, so die Frau, die namentlich nicht erwähnt werden möchte. Dieses Jahr sei extrem gut: „Da haben viele nicht alle ihre Vorräte geschafft“, meint sie, während sie eine Dose nach der anderen aufreißt und ausschüttet.

Andere Gruppen sammelten Dosen zur Weiterverwertung für gute Zwecke ein. Die Rotenburger Tafel ist ebenso dabei wie die Beeke-Löwen, die mit rund einem Dutzend Helfern ausgeschwärmt waren, um Campingsstühle, Isomatten, Zelte sowie Grills zu sammeln und gegen Spende für das Kinderhospiz im kommenden Jahr zu verteilen.

Eine gute Nachricht für alle, die unter den Wassermassen gelitten hatten: Schon nach einem Tag Trockenheit ist der Staub wieder da.

hey

Hurricane-Abreise: Der Schlamm auf dem Gelände

Hurricane-Festival 2016: Der Schlamm zur Abfahrt

Hurricane-Abreise: Trecker-Einsatz und Camping-Chaos

Deichkind beim Hurricane 2016

Hurricane - der Sonntagabend auf und vor der Bühne

Bosse auf dem Hurricane 2016

Hurricane 2016: Konzerte am Sonntag

Hurricane Festival aus der Luft

Hurricane-Konzerte am Freitagnachmittag

Hurricane öffnet Tore mit Verspätung

Wassermassen auf dem Hurricane-Festival

Donnerstag auf dem Hurricane

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Klare Statements und skurille Untersätze zur Hurricane-Anreise

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