Nach den Turbulenzen stimmt der dritte Hurricane-Tag die Fans versöhnlich

Ach, wie war das schön!

Prost, Hurricane! Parallel zu den Wassermassen floss auch das Bier in Strömen. Dafür bot der Veranstalter den Gerstensaft erstmals in Plastikbechern mit dem Festivalwahrzeichen an. - Foto: Menker

Scheeßel - Am Ende wurde dann doch noch alles gut: Nachdem das Wetter nicht immer mitgespielt hatte, machte die Sonne das Hurricane am dritten Programmtag zu dem, was es ist: ein Sommerfestival. Zum Finale hin verkündeten die Veranstalter am Sonntagmorgen: „Es geht weiter!“

Das Gelände sei an vielen Stellen trockengelegt. Somit konnten alle Bands zur Freude der Musikfans wie geplant auftreten. Die Mädels schmissen sich in Hotpants oder Röcke. Aber nicht nur die Outfits überzeugten: innige Küsse sorgten endlich für richtiges Festival-Flair.

Den Eröffnungsslot bespielte die Alternative-Rockband „X Ambassadors“ aus Brooklyn auf der Mainstage, und das machte sie so okay, wie man es an einem Sonntagmittag um 12 Uhr machen kann. Die folgende, hierzulande eher noch unbekannte Popband Blossoms hätte angesichts ihrer kraftvollen Show eine spätere Bühnenzeit verdient, aber unangemessene Zeiten und Bandüberschneidungen sind ja sowieso die Crux eines jeden größeren Festivals. Über den Sonnenschein ist Sänger Tom Ogden jedenfalls nicht glücklich: „Ich will für euch im Regen spielen!“.

Ganz anders Tom Odell auf der blauen Bühne. Sein Folkpop funktioniert fast ausschließlich wegen der Sonne, über deren Rückkehr sich der britische Shootingstar freut. Es ist vor allem seine Stimme, die Songs wie „Another Love“ und „Magnetised“ so betörend macht.

Zurück an der grünen Bühne legen die aus dem Vereinigten Königreich angereisten Indie-Rocker von Bloc Party ein knapp 75-minütiges Best-Of ihrer Karriere hin. Wow! Anschließend hieß es in der Abendsonne „Bühne frei“ für die Hamburger Hip-Hop- und Electropunkband Deichkind, bevor Headliner Mumford & Sons das Festival zum Ende brachten. Einen erhabeneren Abschluss kann ein Festivaltag um 12 Uhr nachts nicht kriegen. Ob in Scheeßel oder sonstwo auf der Welt.

lw

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