Scheeßeler Gemeindefeuerwehr hat beim „Hurricane“-Festival alle Hände voll zu tun

Trotz Routine immer wieder anders

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Sind für den Festivalablauf aus Feuerwehrsicht verantwortlich: Andreas Jörs (Zugführer), Tobias Klindworth (stellvertretender Ortsbrandmeister), Kai Volckmer (Ortsbrandmeister) und Dieter Apel (Gemeindebrandmeister).

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Wenn die Musik aus den Boxen schallt, Leute tanzen und Spaß haben, dann haben auf dem „Hurricane“-Festival viele Menschen alles richtig gemacht. Unzählige Handgriffe tragen vor und während des gesamten Wochenendes zum Gelingen der Großveranstaltung bei. Jeder davon muss sitzen, sei es hinter den Bühnen, in den Zelten, an Verkaufsständen, beim Rettungsdienst – oder bei den Kameraden der Feuerwehr.

„Richtig los geht es für uns meist erst dann, wenn das Festival so gut wie vorbei ist“, sagt Gemeindebrandmeister Dieter Apel. Da habe auch das letztjährige Open Air keine Ausnahme gemacht. „Bis Sonntagabend mussten wir nur zu wenigen Einsätzen ausrücken, ab 23 Uhr ging es dann aber rund“, erinnert sich Apel. Kleinere Brände auf dem Zeltplatz, Dixi-Klos in Flammen, Ölspuren bei der An- oder Abreise, explodierende Campinggaskartuschen oder Unterstützung des Rettungsdienstes – das alles seien die üblichen Einsatzursachen. Das kennen die Kameraden der Scheeßeler Feuerwehr, die sich nun auf die 19. Festivalausgabe vorbereiten.

Auch wenn vieles nach gängiger Praxis und einem eingespielten Rhythmus aussieht, „jedes Jahr verläuft doch immer anders“ beteuert Scheeßels Ortsbrandmeister Kai Volckmer. Gemeinsam mit Apel sowie seinem Stellvertreter Tobias Klindworth hat er in diesen Tagen den Dienstplan für die Großveranstaltung auf dem Eichenring ausgearbeitet. „Der Startschuss für uns fällt am Anreisetag, also am Donnerstag, die Arbeit endet erst nach dem Festival am Montagabend“, erklärt Volckmer, der für die Leitung der eingesetzten Feuerwehrkräfte verantwortlich ist.

Mit den insgesamt zwölf beteiligten Ortswehren aus der Einheitsgemeinde könne man so ein Rund-um-die-Uhr-Dienst gewährleisten. „Zu Konzertzeiten haben wir 30 Personen im Einsatz, zu den Ruhezeiten sind es noch zwölf“, sagt der Ortsbrandmeister. „Pro Tag sind also ungefähr 80 Personen in den verschiedenen Schichten dabei“.

Insgesamt acht (Hauptzeit) beziehungsweise drei Fahrzeuge (Ruhezeit) stünden während des Festivals vor Ort bereit. „Auf dem Gelände selbst verwenden wir bevorzugt leichtere Autos, da diese geländegängiger sind“, so Volckmer.

Nicht an einem, sondern an gleich an drei Standorten sind die Feuerwehrkräfte platziert – so sieht es seit dem Jahr 2007 das Sicherheitskonzept vor. Neben dem Festivalgelände selbst warten die Kameraden an den Feuerwehrhäusern in Scheeßel und Westervesede auf ihre Einsätze.

Für die dafür unerlässliche Kommunikation nutze die Wehr das analoge Funknetz, erklärt Kai Volckmer. Denn: „Wer sich während des Festivals auf das Handynetz verlässt, der ist verlassen.“ Die Feuerwehr und die Polizei würden allerdings alle auf dem Festivalgelände in Rufweite sitzen, beteuert er.

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