Scheeßeler Einzelhändler wollen mit Hurricane-Ausstellung Kundschaft locken

Bilder sollen es richten

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Mit solchen und noch vielen weiteren Impressionen vom Festival sollen die Schaufenster bestückt werden.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Wer als Scheeßeler Gewerbetreibender guten Mutes war, am Hurricane-Festival mitverdienen zu können, ist gerade im vergangenen Jahr eines Besseren belehrt worden.

Zu groß war die Sogkraft des von FKP Scorpio erstmals an den Rand des Eichenrings platzierten Lidl-Vollsortimenters, als dass sich noch potentielle Kundschaft für einen Einkauf in den Kernort verirrte. Mit einer Schaufensteraktion geht der örtliche Gewerbe- und Verkehrsverein (GVS) nun in die Offensive: Wie beim Stammtisch am Montagabend bekannt wurde, soll es eine Geschäfte übergreifende Ausstellung mit ausgewählten Fotomotiven rund um das Mega-Event richten.

Ideen, wie man die örtliche Kaufkraft an den drei Festivaltagen stärken könne, gab es nach der letztjährigen Ausgabe einige. Nur hatte eben auch der Festivalveranstalter, in Person von Scorpio-Chef Folkert Koopmans, ein Mitspracherecht an dem, was sich die Gemeinde Scheeßel vorstellt. Nach intensivem Austausch, den der Musiker und Werbefachmann Thorsten Finner federführend für die Scheeßeler in die Hand genommen hatte, steht einigen Projekten nun nichts mehr im Weg. „Der Veranstalter hat uns ein sehr konkretes Feedback gegeben, was er sich vorstellen könnte, gemeinsam mit den Scheeßelern zu machen“, informierte Finner die Anwesenden in den Räumen der Firma Werbeteam.

Sicher, gewisse Schulterschluss-Aktionen ließen sich aus Sicht von Scorpio dabei schon in diesem Jahr realisieren, seien nach eigener Einschätzung aber in diesem Umfang und in der Kürze der Zeit gar nicht machbar. Grundlegend, so der Rotenburger mit Arbeitsplatz in Scheeßel, würden es die Festivalmacher sehr begrüßen, wenn sich die Gemeinde auch direkt auf dem Gelände präsentiert – sei es touristisch, gewerblich, kulturell oder sportlich. „Das wäre dann aber eine Vision fürs nächste Jahr“, so der 34-Jährige. Eine weitere Möglichkeit sei eine Kooperationen mit den Avides Hurricanes.

Bilder vom Hurricane 2014

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Seeed und Fettes Brot zum Abschluss des Hurricane

Zunächst einmal sei eine Fotoausstellung angedacht, die Scheeßel wieder mehr ins Blickfeld der Festivalgänger rücken soll. Und auch hier, so Finner, habe Scorpio bereits Unterstützung zugesagt. Demnach sei geplant, für die teilnehmenden Geschäfte Aufkleber mit dem Corporate-Design des Festivals zur Verfügung zu stellen, während auf dem medialen Weg, sprich Hurricane-Newsletter und Festival-Radio, die Werbetrommel für die Ausstellung gerührt werden soll. Darüber hinaus könnten an den Scheeßeler Ortseingängen Bauzaunplakate mit einer Begrüßung aufgehängt werden, die parallel auf die Werkschau im Kernort hinweisen.

Alles zum Hurricane Festival hier

Was die Motive betrifft, könne man aus einem reichen Fundus schöpfen – sowohl aus dem von Scorpio selbst, als auch aus den Archiven der Rotenburger Kreiszeitung. „Wichtig war es Folkert Koopmans nur, sich dabei auf die Festivals seit 1997 zu beschränken, und nicht die ganz alten Ausgaben aus den Siebzigern mit einzubeziehen.“ Und einen weiteren Wunsch habe der Festivalchef Finner mit auf den Weg gegeben: „Dass die Bilder möglichst schon Ende Mai, also drei Wochen vor der Veranstaltung, in den Geschäften aufgehängt werden.“

Viel Zeit bliebe den Scheeßelern damit nicht. Immerhin müssten die Motive erst ausgesucht, in unterschiedlichen Formaten gedruckt und entsprechende Bilderrahmen in einheitlichem Design erworben werden. Für Letztere, war man sich in der Runde einig, solle nun erstmal der Bedarf geklärt sowie ein Preisrahmen gefunden werden. Anschließend erfolge die Ansprache der Teilnehmer und der Gemeinde wegen einer gemeinsamen Finanzierung – mit dem Hintergedanken, ähnliche Schaufensteraktionen künftig beispielsweise auch beim Internationalen Trachtenfest durchzuführen. „Wichtig ist es auf jeden Fall, dass hinter der Ausstellung ein Konzept steht“, mahnte Vereinsmitglied Bernd Braumüller. „Und dass alle an einem Strang ziehen.“

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