Protokoll einer Panne

Probleme am Einlass

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Nils Henning (l.), Kristin Schwer und Jan Jacobsen nahmen die Einlass-Probleme stoisch: “Das ist nicht so enttäuschend wie das diesjährige Line-Up!”

Scheeßel - Donnerstagmittag, 14.30 Uhr. Zum offiziellen Start des Hurricane haben sich bereits etliche Fans vor den Schaltern für die Bändchenausgabe eingefunden. Jan Jakobsen, Kristin Schwer und Nils Henning aus Flensburg und Kiel, seit 1998 regelmäßig am Eichenring dabei, sind die ersten in der Schlange.

Gleich soll es losgehen. Doch es passiert – nichts. Geduldig warten die Fans auf die begehrten Bänder, die zum ersten Mal mit RTFI-Chip ausgestattet sind und das bargeldlose Bezahlen ermöglichen sollen. Nach einer Viertelstunde macht sich erster Unmut breit. „Dann kam einer, der offizieller aussah als die anderen und hat gesagt, es gäbe Probleme mit dem Ticketscanner und wir sollen zuerst unsere Zelte aufstellen“, berichtet Jakobsen.

Nun geht der Run auf die Campingplätze los. „Die Tickets wurden gar nicht mehr kontrolliert“, erzählt Ehefrau in spe Kristin Schwer, „dazu war der Andrang zu groß.“ Einige Fans hätten versucht, durch Aushebeln der Sicherheitszäune „abzukürzen“, doch die Security ist schnell zur Stelle.

Bändchenpanne beim Hurricane

Um 17 Uhr soll es klappen, wurde durch die Lotsen verkündet. Das gleiche Spiel: Die Menschentrauben vor den Zelten mit den Bändchenausgabeterminals werden immer größer. Ein Serverproblem, mehr wissen Lotsen und Security nicht. Während es am Zelt in Richtung Bahnhof eher die Lotsen sind, die mit unverhohlenem Unmut das Fahrzeug mit der Aufschrift „YouChip“ mustern, ist die Stimmung in Richtung Westervesede seitens der Gäste am Kippen. Auch wenn die Menge eher stoisch wartet, mittlerweile vier Stunden nach dem offiziellen Startschuss, mehren sich die Zwischenrufe: „Hurricane ist Scheiße!“, oder „Ihr seid peinlich!“ wird skandiert. Lotsin Nina aus der Nähe von München: „Ab und zu sind wir schon blöd angemacht worden – das ist natürlich nicht so angenehm!“

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Ob die technischen Probleme auf den gleichen Fehler zurückzuführen sind wie beim „Download“-Festival vor einer Woche in England, bleibt vorerst Spekulation - die Pressestelle des Veranstalters ist für eine offizielle Stellungnahme nicht zu erreichen. Auf der Website wird kurz nach 17 Uhr immerhin verkündet: „Wir fangen jetzt mit der Bändchenausgabe an“. Die gestaltet sich allerdings schleppend, nur einzelne Besucher werden in die Zelte vorgelassen. Eine Lotsin erzählt: „Das war zum Test, ob es mit dem Server hinhaut. Das hat aber bis eben nicht funktioniert.“ Ob die Besucher heute noch ihre Bändchen bekommen oder erst morgen, ist zur Stunde noch unklar. (hey)

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