Hurricane-Hinterlassenschaften sind nach Abreise der Fans wieder einmal begehrt

Die Stunde der Sammler

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Abgebrannte Dixieklos, abgefackelte Zelte – das blieb der Feuerwehr auch dieses Jahr nicht erspart.

Scheeßel - Von Ulla Heyne. Gelassen statt ausgelassen – so verlief die diesjährige Abreise der Besucher des Hurricane-Festivals. Kilometerlange Blechlawinen, Gedrängel auf den Bahnsteigen? Alles Fehlanzeige. Lag‘s an der reibungslosen Organisation oder an der Tatsache, dass in diesem Jahr rund 10000 Fans weniger den Scheeßeler Eichenring besucht hatten?

Wartezeiten gab es höchstens an den Aufladestationen auf dem Gelände, an denen sich die Fans auch am Montagmittag noch ihre Restguthaben aus dem bargeldlosen Bezahlen auszahlen ließen.

So ganz ohne Hinterlassenschaften geht es allerdings dann wohl doch nicht, wenn 65000 Menschen feiern. Davon zeugten zahlreiche verwaiste Zelte, Grills, Pavillons und allerlei Kleinteile von der rosa Perücke bis zur Wohnzimmergarnitur. Die während des gesamten Wochenendes eingesetzten Lotsen mobilisierten mit Gesang und Parolen dazu, die letzten Müllsäcke auf den Mülltruck zu werfen.

Reger Andrang herrschte am Foodsharing-Zelt. Während einige Besucher überzählige Lebensmittel abgaben, sprachen andere dem kleinen, improvisierten Frühstücksbüfett zu. Um die 600 Dosen Ravioli und Fünf-Minuten-Terrinen wurden von den regionalen Ausgabestellen der Tafeln abgeholt, die bereits ab 7.30 Uhr mit drei Lastern und zehn Fahrern im Einsatz waren. „Klasse, unsere Ravioli-Vorräte aus dem vergangenen Jahr waren fast alle“, freute sich Tafel-Vertreterin Hannelore Piehl-Raschke.

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K.I.Z., Marteria und Jan Delay beim Hurricane 

Ebenso viele fleißige Helfer der Beeke-Löwen bauten in derselben Zeit Zelte ab, um sie im Folgejahr gereinigt gegen Spende an das Kinderhospiz in Syke abzugeben. Und auch von der Beeke-Schule waren rund 90 freiwillige Flaschen- und Dosenpfandsammler dabei. Für alle anderen Jäger und Sammler wurde die Durchgangsstraße nach Westervesede durch die Polizei gesperrt, bis der Veranstalter das Gelände freigegeben hatte. Positiv äußerte sich Roland Meyer bei seinem Rundgang über das Gelände: „Das ist kein Vergleich zur Situation vor zwei Jahren, als wir noch nicht im Gespräch mit dem Veranstalter waren“, so der Nabu-Vertreter. Bis Samstagnachmittag sei er skeptisch gewesen, aber: „Die von Besuchern ausgehebelten Sicherheitszäune zum Schutz besonderer Gebiete wurden schnell wieder geschlossen“, auch gelbe Karten an Missetäter seien verteilt worden.

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