Weservesedes Ortsbürgermeister im Interview

„Sollten tolerant sein“

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Ortsbürgermeister Ralf Jürges hat sich an die Festivalgeräusche gewöhnt.

Westervesede - Einen Tag vor Festivalbeginn ist Ralf Jürges die Ruhe in Person. Und das, obwohl dem Westerveseder Ortsbürbermeister und seinem Dorf alles andere als ruhige Tage bevorstehen. Im Interview spricht Jürges über das Leben mit dem „Hurricane“.

Herr Jürges, was bedeutet für Sie persönlich das „Hurricane“-Festival?

Ralf Jürges: Wir Veeser wohnen ja nur einige hundert Meter Luftlinie vom Gelände entfernt und erleben die Festival-Atmosphäre aus erster Hand. Was einmal relativ klein anfing, entwickelte sich im Laufe von fast zwei Jahrzehnten zu einem sehr großen Event.

Stört Sie nicht die laute Musik?

Jürges: Ich denke, wir Westerveseder haben uns inzwischen daran gewöhnt. Es kommt ja auch immer darauf an, aus welcher Richtung der Wind weht. Die wenigen Festival-Tage sollten wir tolerant sein. Wir waren auch einmal jung und übermütig – da müssen wir sowieso durch.

Gefällt Ihnen, was da von den Bands gespielt wird?

Jürges: Ich finde es interessant, was und wie manche Bands spielen. Wenn ich Zeit habe, werde ich das Festival auch einmal für eine Weile besuchen. Ich kenne zwar die wenigsten von den Gruppen, kann aber die Stimmung dort nachempfinden. Und einige der Musikstücke haben dann auch mal Rhythmen, die auch mein Blut in Wallung bringen. Ich spiele ja selber ein Musikinstrument und vielleicht nimmt man als Musikmacher die Rhythmen auch anders wahr.

Einige wollen von dieser Musik und deren Lautstärke gar nichts wissen. Was meinen Sie?

Jürges: Sicher gibt es immer Menschen, denen diese Musik gar nicht zusagt. Aber überlegen wir mal: Wir waren auch alle einmal jünger und hatten musikalisch gesehen – für die damaligen Verhältnisse – auch unsere Grappen im Kopf. Wir hörten Musik, bei der unsere Eltern damals die Hände über dem Kopf zusammenschlugen. Heute geht die Entwicklung in allem viel schneller voran, auch musikalisch gesehen. hr

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