So war Tag eins des Hurricane Festival 2015

Mit Deadmau5 in die erste Nacht

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Mit Deadmau5 in die erste Hurricane-Nacht. 

Scheeßel - Von Pascal Faltermann und Ulla Heyne. Eine psychedelisch wirkende Lightshow mit überwiegend grünen Neonstrahlen lieferte der kanadischer Musikproduzent Deadmau5 zum Abschluss des Freitagabends.

Der erste Tag des Hurricane Festivals in Scheeßel endet also mit harten Beats aus den Bereichen Electro House und Deep House. Ein Künstler mit einer Mausmaske in einer wie ein Käfig aussehenden Kuppel lässt das Festivalpublikum zappeln.

Mitsingen statt Tanzen war es hingehen eher bei Placebo. Die britische Band um Sänger Brian Molko ist der Freitag-Headliner in Scheeßel und animiert nicht so richtig zum Bewegen. Routiniert spielt die Band ihr Set herunter. Hits wie „Every You, Every Me“ kommen gleich zu Beginn, etwas mehr Fahrt nimmt das Konzert erst gegen Ende auf. Natürlich darf im Best off auch der letzte große Hit „Too Many friends“ nicht fehlen. Frontmann Molko bedankt sich freundlich beim Publikum, dass am Abend im Regen stehen muss.

Lags an den kühlen Temperaturen oder daran, dass die Fans die ersten Energien schon beim Warm-Up am Vorabend verbraucht hatten? Jedenfalls war von Euphorie vor den Bühnen zum offiziellen Auftakt des Konzertmarathons wenig zu spüren. Zugegebenermaßen sind Acts wie Angus und Julia Stone oder die Counting Crows auch nicht gerade zum bedingungslosen Ausflippen geeignet. Ausgelassene Stimmung war erst am frühen Abend zu bemerken: LaBrassBanda sind ebenso ein Garant für Massenmobilisierung wie Frittenbude oder The Gaslight Anthem. 

Und dann? Ja, dann kam das große Unwetter. Und trotzdem harrten viele Fans aus, um Alt-J und den ersten Headliner Placebo gebührend zu feiern. Und spätestens mit dem Ende des ersten verregneten Abends siegte die Gewissheit: Auf einiges ist eben Verlass. Irgendetwas fehlt bei der diesjährigen Auflage. Flunky-Ball, Schilder, Alkoholtrichter? Alles da. Und auch die Schlümpfe sind wieder am Start. Was fehlt, sind die irren Kostüme. Walking Acts statt actender Fans – schade eigentlich. Der Morphsuit hat anscheinend ausgedient, das einzige, was noch geht, sind Tierkostüme, neben Zebras vorzugsweise – je nach Tagesfortschritt – mehr oder minder besudelte Einhörner. Das Fabelwesen als Hurricane-Uniform? Böse Zungen munkeln von der Gentrifizierung des Festivals….

Was immer geht ist hingehen Punkrock: Millencollin, Nofx oder Lagwagon lassen die Festivalbesucher in Bewegung kommen. Doch geht da nicht noch mehr? Mal sehen, was die Hip-Hop-Fraktion um Marteria, Jan Delay und Cro am Samstag so anrichtet.

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