Festivalmacher verspricht: „Es wird einen dritten Headliner geben“

Quo vadis, Hurricane?

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Was die verbleibenden Bands sowie einen dritten Headliner für das Hurricane betrifft, stellen sich den Festivalgängern noch immer viele offene Fragen. Doch schon bald will FKP Scorpio den Wissensdurst der Fans stillen.

Scheeßel/Hamburg - Von Lars Warnecke. Folkert Koopmans gibt sich keinen Illusionen hin: „Das ist ein wirklich harter Job gerade“, sagt der Geschäftsführer des Hurricane-Veranstalters FKP Scorpio. Selbst wenige Wochen vor dem Festival ist das Band-Line-up noch immer nicht komplett, der Posten des dritten Headliners ist weiterhin vakant. Doch nun soll wieder Bewegung ins Spiel kommen.

Ja, es werde eine dritte und damit letzte Bandwelle geben, versichert der Festival-Mogul. 15 Künstler, so Koopmans, stünden kurz vor der Bekanntgabe. Mit drei Managements befinde man sich in diesen Tagen noch in der Verhandlung. Lange musste sich der geneigte Fan auf ein neues Lebenszeichen seitens des Festivalmachers gedulden. Vielleicht zu lange?

Fakt ist: Während das Massenspektakel in den Vorjahren zu dieser Zeit quasi schon ausverkauft war, ist das Publikum beim Ticketkauf dieses Mal zögerlicher – und das, obwohl die Preise stabil geblieben sind. Ein Umstand, den Koopmans dennoch gelassen sieht: „Wir werden wohl nicht komplett ausverkauft sein, setzen vielleicht 68000 statt 73000 Karten ab – aber noch ist ja nicht aller Tage Abend.“

Gerade der Headliner-Bereich habe ihm in diesem Jahr Kopfschmerzen bereitet. Grund: Selbsterklärte Wunschkandidaten wie Muse oder Faith No More sind Scorpio aufgrund horrender Gagenzahlungen seitens anderer Festivalveranstalter quasi vor der Nase weggekauft worden. Preise, bei denen der Hamburger Konzertveranstalter nicht mitziehen wollte. Der Unmut der Fans blieb nicht im Verborgenen: Viele unkten in den einschlägigen Internetforen bereits über das „schlechteste Programm“ in der 18-jährigen Hurricane-Geschichte.

Ferner, so Koopmans, habe in diesem Jahr das Timing nicht gepasst: „Leider hatten wir bei den von uns betreuten Foo Fighters und Mumford & Sons das Nachsehen, da beide Bands im Sommer gar nicht hierzulande auf Tournee sind.“

Was an vorderster Front bleibt, sind Placebo und Florence + The Machine. Vorerst, denn eine dritte, noch nicht bestätigte Band solle nach Koopmans Auskunft den Reigen der Zugpferde immerhin noch vervollständigen. „Ich glaube, bei dem übrigen Programm sind schon viele gute Bands dabei, aber sicher: Bei den Headlinern hätten wir gerne noch etwas stärkeres gehabt“, gibt der Scorpio-Chef unumwunden zu.

Aus der Not eine Tugend machen, darum gehe es ihm in diesem für die Branche nicht einfachen Jahr. „Wir besinnen uns auf das Festival als solches und werden im Mai noch einige Innovationen vorstellen, was das Gelände betrifft.“

Und auf welche Band freut er sich nun in diesem Jahr besonders? „Die Gruppe heißt Nothing but Thieves und ist im Übrigen bisher noch nicht von uns bekannt gemacht worden. Die Jungs kommen aus dem britischen Essex und klingen ein bisschen wie die rockigen Muse ...“

Das Hurricane-Festival findet vom 19. bis 21. Juni auf dem Eichenring statt.

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