Der typische Festivalgänger ist jung und ekelt sich vor Dixis

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In blau und in violett: Die Dixi-Klos auf dem Hurricane Festival.

Scheeßel - Dieses Gefühl, wenn die Menge vor der Bühne Eins wird, alle mit einer Stimme den Refrain mitsingen und die Bässe durch den ganzen Körper wabern - dieses Gefühl, das man nicht downloaden kann. Musik, feiern, neue Leute kennenlernen - all das sind Dinge, die an Festivals geliebt werden - doch was stört eigentlich Besucher?

Sagen wir, wie es ist: Das Dixi-Klo auf Festivals steht ganz oben auf der Ekel-Rangliste. Nach einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov ekeln sich 81 Prozent der befragten Festivalbesucher vor den Sanitäranlagen. 69 Prozent sind genervt von den vielen Betrunkenen. Die Unzufriedenheit hat auch der Hurricane-Veranstalter zu spüren bekommen. „Wir haben in den letzten Jahren immer wieder Anfragen bekommen, ob das nicht anders geht“, sagt Sprecherin Katja Wittenstein. Seit vergangenem Jahr bietet der Veranstalter deshalb das Luxus-Camp an und hat die Plätze in diesem Jahr noch mal verdoppelt. Natürlich gibt es auch auf dem Hurricane Dixi-Klos. Aber die Sanitärcamps auf den Campingplätzen verfügen über Duschen und wassergespülte Toiletten.

Toilettentipps:

Am besten gleich zu Beginn des Festivals die Reinigungszeiten der Dixi-Klos checken. Wenn möglich, die Klogänge diesem Rhythmus angleichen. Nachts ist in der Regel weniger los. Gegen den Ekel in den Sanitäranlagen sollte das auf Eurer Packliste stehen: Klopapier, Feucht- und Desinfektionstücher, Klobrillenauflagen und Hand-Desinfektionsmittel.

Genauso wie die sanitäre Versorgung stört Festivalbesucher der hohe Eintrittspreis. 81 Prozent meinen, dass die Tickets in den vergangenen Jahren zu teuer geworden sind. Als störend empfinden viele Festivalgänger aber auch andere Besucher: 69 Prozent stimmen zu, dass zu viele Leute nicht für die Musik auf ein Festival fahren, sondern, um sich zu betrinken.

Viele Festivalbesucher sind zwischen 18 und 24 Jahren

An der Umfrage unter 1111 Festivalbesuchern gab jeder dritte Befragte zwischen 18 und 24 Jahren (35 Prozent) an, in diesem Jahr den Besuch mindestens eines mehrtägigen Festivals zu planen. Jeder Zehnte (10 Prozent) plant sogar den Besuch mehrerer Festivals. Doch in allen anderen Altersgruppen ist der Anteil der Festivalgänger sehr viel geringer. Schon bei den 25- bis 34-Jährigen sinkt er auf 15 Prozent, bei den Über-55-Jährigen liegt er bei gerade einmal 4 Prozent.

Am Freitag startet das 19. Hurricane Festival in Scheeßel. Mehr als 100 Bands treten vom bis zum 21. Juni auf. Das Festival dürfte in diesem Jahr das erste Mal seit langem nicht ausverkauft sein.

hh / dpa

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