In die Hände gespuckt

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Beim Aufbau für das Hurricane Festival geht es in den Endspurt.

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Sind es am kommenden Wochenende Bands wie Placebo, Casper und The Notwist sowie 65 000 Fans, die das Bild auf und rund um den Eichenring beherrschen, sind es im Moment noch Mitarbeiter des Veranstalters FKP Scorpio und einer Produktionsfirma, die Stunde um Stunde den Aufbau der Bühnen und Zelte für das Hurricane-Festival vorantreiben.

Festivalleiter Jasper Barendregt. 

„Inklusive Gastro und Security sind hier mehr als 600 Leute in unterschiedlichen Schichten im Einsatz“, berichtet Festivalleiter Jasper Barendregt. Schon vor zwei Wochen waren einige Helfer angereist, hatten die ersten Aufbauarbeiten geleistet. Inzwischen kann sich das weitläufige Areal sehen lassen. „Als Erstes werden immer das Infield, die Camping- und die Parkplätze eingezäunt“, erklärt Barendregt. 35 Kilometer Heraszaun habe man dafür aufstellen müssen. Der FKP-Scorpio-Mann wirkt tiefenentspannt. Alles funktioniere nach Plan. „Das ist ein Riesenteam hier – und alle sind mittlerweile richtig gut eingespielt“, sagt er.

Bei Barendregt laufen die Fäden zusammen: Bühnenbau, Catering, Licht- und Tontechnik – immer wenn es etwas zu entscheiden gibt, hat er das letzte Wort. Am Wochenende findet das Festival zum 19. Mal statt, bei sechs davon war er dabei.

Es herrscht ein geschäftiges Treiben auf den Wiesenflächen. Aus tausenden Einzelteilen wächst das Hurricane zum großen Ganzen heran. Es klingeln Telefone, Walkie-Talkies rauschen um die Wette. Zurechtgefunden wird sich mithilfe detaillierter Pläne, die allerorts auf dem Festival-Gelände aufgehängt sind. Am Rande stehen Gabelstapler in den unterschiedlichsten Größen parat.

Von weither sichtbar: die vier in den Himmel ragenden Bühnen. Von dort aus werden die Festivalbesucher an drei Tagen beschallt. Allein der größte Stahlkoloss, die „Green-Stage“, ist 18 Meter hoch und 26 Meter lang. Die Headliner Placebo, Florence and the Machine und Marteria werden dort für drei Abende im Rampenlicht stehen. Mehr als eine Verheißung auf das, was noch kommen wird, ist das Gerippe aus Stützen und Traversen bisher jedoch nicht. LED-Technik, Videowände und Boxentürme fehlen noch.

Im weiten Rund verteilt warten Sperrgitter und Wellenbrecher auf ihren Einsatz. Die Gastronomiestände und Food-Trucks sind bereits zum großen Teil an Ort und Stelle. Und auch die Toiletten-Container – stolze 600 an der Zahl – wurden bereits postiert.

Hurricane-Aufbau am Mittwoch

„In den Aufbautagen arbeiten wir von frühmorgens bis spätabends. An den Showtagen ist unser Büro im Backstage-Bereich dann durchgängig besetzt“, erklärt der Festivalleiter, während sich Mitglieder der Aufbauteams gleich nebenan mit Getränken versorgen. Sie tragen Helme. An ihren Gürteln baumelt Kletterausrüstung. Wer an den Bühnen arbeitet, wird gesichert. Meist schrauben, bohren und hämmern die Helfer in schwindelerregender Höhe. „Bis einschließlich Freitag stehen verschiedene Bauabnahmen an“, erläutert Barendregt. An den Veranstaltungsorten auf dem Festival-Gelände werde stets parallel gearbeitet. „Das Hurricane-Tor steht schon. Am Ende werden noch Dekorationen angebracht, so Barendregt weiter.

Während auf dem Gelände alles reibungslos zu laufen scheint, gibt es einen Punkt, auf den der Festivalleiter keinen Einfluss hat: das Wetter. Die Prognosen sehen für die Besucher eher bescheiden aus. „Freitag 17 Grad, mit einzelnen Schauern, Samstag 15 Grad, bewölkt mit Starkregen, Sonntag wird es wieder ein bisschen besser“, liest Barendregt vom Handy-Display ab. Das Hurricane 2015 – es kann kommen.

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