Hurricane Festival:

„Wir kümmern uns um alles“

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Die Sanitäter des DRK helfen auf dem Festival bei kleinen und großen Blessuren.

Scheeßel - Von Inken Quebe. Eigentlich stehen ab Freitag in Scheeßel Musik und Spaß im Mittelpunkt. Doch auch die Sanitäter vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) haben beim Hurricane Festival immer viel zu tun.

„3 500 Einsätze sind normal bei einem Festival mit 90 000 Menschen. Das ist wie in einer Kleinstadt“, erklärt Jan Bauer im Gespräch mit der Kreiszeitung. Er leitet den Sanitätsdienst auf dem Hurricane, das restliche Jahr über ist er Kreisbereitschaftsleiter im Landkreis Harburg. Besonders bei Regen passiere es häufig, dass die Feiernden umknicken. „Wenn es warm ist, haben wir viel mit Kreislaufbeschwerden, Sonnenstich und Sonnenbrand zu tun“, sagt der erfahrene Sanitäter.

Oft ist es ratsam, dann auch direkt den Dienst der Helfer in Anspruch zu nehmen. Doch einiges können die Besucher aber selbst tun und manchmal sogar vorbeugen – dafür hat Bauer einige Tipps parat:

• Was mache ich bei einer Schnittwunden? „Dann sollte sich derjenige unbedingt bei den Sanitätern auf dem Festivalgelände melden. Bitte nicht selbst in der Wunde ‚herumstochern‘. Entzündungen oder ähnliches können die Folge sein“, warnt er.

• Wie verhindere ich es, auf dem möglicherweise schlammigen Boden umzuknicken? „Dazu packt man am Besten festes Schuhwerk ein, das der Witterung angepasst ist.“

•Sonnenstich, Sonnenbrand, Kreislaufbeschwerden sind bei gutem Wetter ebenfalls häufige Probleme. In diesem Fall rät Bauer dazu, viel Flüssigkeit zu sich nehmen und Kopf- und Hautschutz beachten. „Die Festival-Besucher sollten immer Sonnencreme, Sonnenbrille und Schirmmütze oder Strohhut einpacken.“

• Gibt’s Tipps bei einer möglichen Alkoholvergiftung der mitgereisten Freunde? Bauers Devise: „Keine betrunkenen Freunde irgendwo liegen lassen. Da gilt das alte Motto: Wir fahren zusammen zum Festival hin, also fahren wir auch wieder gemeinsam zurück.“ Er weist darauf hin, dass die Regenerationszeit von der körperlichen Verfassung abhängt. „Pro Stunde werden im Körper etwa 0,1 bis 0,2 Promille abgebaut“, erklärt der erfahrene Sanitäter. Auch in diesem Fall rät Bauer immer dazu, die Helfer auf dem Festivalplatz auch aufzusuchen, um auf der sicheren Seite zu sein: „Das DRK hilft gern. Egal in welcher Verfassung die hilfebedürftige Person ist. Wir kümmern uns um alles!“

Im Download-Bereich auf der Webseite gibt es außerdem einen Plan, auf dem auch die Erste Hilfe gekennzeichnet ist.

www.hurricane.de

"Hurricane"-Aufbau am Sonntag

Bühnen-Aufbau beim "Hurricane Festival"

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