Veranstalter werben mit Aktionen für Umwelt und Müllvermeidung

Mobil gegen Müll

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Die Besucher nehmen das Foodsharing gut an.

Scheeßel - „Grün rockt“ – Mit diesem Motto waren die Organisatoren des Hurricane angetreten, um das Müllproblem in den Griff zu bekommen. Eine Fülle von Aktionen sollte dafür sorgen, das Bewusstsein der Besucher für Nachhaltigkeit zu stärken: Der Verein Regenwasserwald verkaufte Patenschaften zum Pflanzen von Bäumen, die Beeke-Löwen recycelten Zelte.

Doch die Veranstalter tun auch einiges, um die Müllberge, im Vorjahr immerhin 1000 Tonnen, zu vermeiden: Zwei Mülltrucks holen die gelben Plastiktüten direkt vor der Zelttür ab. Der Service kommt an zumindest auf den weiter entfernten Plätzen. „Das spricht sich herum, einige haben schon auf uns gewartet, geben sogar Stühle oder Pavillons ab“, erzählt einer der Lotsen. In rund einer Stunde ist der Truck voll.

Den Hintergrund der mobilen Müllabgabestellen erläutert Julia Bär vom Veranstalter: „Letztes Jahr haben die Lotsen den Müll von Hand sortiert. Trotz erheblichen personellen und zeitlichen Aufwands haben wir vielleicht 20 Tonnen geschafft.“ Dieses Jahr soll eine Mülltrennmaschine den Job erledigen. Die Ausbeute hängt von der Qualität des Mülls ab – möglichst trocken soll er sein, nasse und große Gegenstände machen die Verwertung schwierig.

Warten müssen die Lotsen allerdings mit ihrer Foodsharing-Aktion. Erst am späten Samstag füllen sich die Regale der Tauschstelle. Fabian aus Bielefeld bringt eine Palette Bier und nimmt sich eine Flasche Cola. Tanja und Michelle aus Sittensen geben eine Handvoll Raviolidosen ab. Nach Hause schleppen wollen sie die nicht, „aber wegschmeißen wäre zu schade.“ Das Konzept scheint aufzugehen, ebenso wie die Ausweitung der Pfandabgabestellen.

Andy aus Bayreuth hat den Platz in der Schlange gegen den Sattel bei der Fahrraddisko getauscht: Dort wird mit dem erzeugten Strom gerappt, geslammt und DJs befeuert. „Ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass die ganze Technik darüber läuft“, meint Andy kritisch. Nachdem er und seine drei „Mittreter“ nach Verabredung aufgehört haben, wird es nach 30 Sekunden still – sie sind überzeugt. „Genau das wollen wir bezwecken“, so „Morgenwelt“-Organisator Björn Hansen. Auf spielerische Weise bringt seine „Fahrraddisko“ den Fans Nachhaltigkeit näher. Das kommt an, nicht nur bei den Slammern. In Spitzenzeiten tummeln sich mehrere hundert Besucher vor der Bühne.

Hurricane-Festival am Sonntag: Mit Wiebusch, Bonaparte, Franz Ferdinand

Doch nicht alle Fans sind einsichtig: „Wir mussten uns schon einiges an Sprüchen anhören“, erzählt Paul Pakulat aus Lauenbrück, der zum ersten Mal als Lotse dabei ist. Immerhin: Wer grün denkt bekommt als Belohnung eine von den Rotenburger Werken recycelte Tasche aus Festival-erprobter Folie – und die haben, so Festivalleiter Jasper Barendregt „fast schon Kultstatus“.

hey

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