Meike und Freerk de Vries landen beim Hurricane direkt im Hafen der Ehe

Hochzeit zwischen Green-Stage und Meyerhof

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Festivalstimmung im Scheeßeler Meyerhof: Meike und Freerk de Vries haben sich getraut.

Scheeßel - So ruhig wie in diesem Hurricane-Jahr war es im Kernort bislang noch nie. Man konnte die Festivalbesucher fast an den Händen abzählen, die sich tatsächlich im Beeke-Ort blicken ließen. Lag es am Lidl? Wer aber am frühen Freitagnachmittag am Meyerhof vorbeiging, hätte aus dem dortigen Trauzimmer laute Jubelschreie von einer fröhlichen Schar junger Festivalgänger hören können.

Direkt vom Eichenring aus war die Gruppe aufgebrochen, um Meike und Freerk de Vries zu unterstützen, die sich im Trauzimmer das berühmte Ja-Wort gaben. „Das ist jetzt wohl schon meine fünfte Trauung an einem Hurricane-Termin“, sagt Standesbeamter Norbert Terhorst. „Es macht immer wieder Spaß, weil es dabei besonders locker und lustig zugeht.“

Der 31-jährige Freerk de Vries, Schlosser von Beruf, hatte die Sache ganz geschickt eingefädelt. Der regelmäßige Hurricane-Besucher von Beginn an hatte zu seiner Lebensgefährtin Meike Knierim gesagt: „Lass uns schon am Mittwoch nach Scheeßel reisen, dann läuft das beim Hurricane alles viel entspannter ab.“ Dass er für diesen Tag eine Verabredung mit dem Scheeßeler Standesbeamten vereinbart und ein Pensionszimmer in Scheeßel gebucht hatte, verriet er seiner Freundin, die er seit der gemeinsamen Schulzeit in der IGS Aurich kennt, natürlich nicht.

„Oh, war das alles aufregend“, meinte die positiv überraschte 32-jährige Ergotherapeutin, die mit Freerk seit sieben Jahren zusammen lebt und Mutter der gemeinsamen dreijährigen Tochter Jonna ist. Auch sie ist seit einigen Jahren vom Festival-Bazillus befallen und war schon ein paar Mal beim Hurricane dabei: „Es ist einfach toll, wie nett und freundlich die Scheeßeler zu uns Festivalbesuchern sind.“

Nach der Trauungszeremonie erlebte das frischgebackene Ehepaar noch ein schönes musikalisches Ständchen mit einem auf die Haut geschriebenen Stück von Familienmitgliedern, die aus dem ostfriesischen Aurich, dem Geburtsort der beiden, angereist waren. Dass auch die ostfriesischen Hurricane-Freunde sehr musikalisch sind, bewiesen sie beim mit „La, la, la...“ perfekt intonierten Brautchor aus Richard Wagners „Lohengrin“, als das Brautpaar beim Heraustreten aus dem Meyerhof nach beliebter Hochzeitstradition mit Reis beworfen wurde.

Und das noch zum guten Schluss: Nach der Trauungszeremonie meldete sich ein weiterer junger Gast und sagte: „Das möchte ich im nächsten Jahr auch machen!“ Mal sehen, ob die Beziehung bis zum nächsten Hurricane hält und sich erneut ein Brautpaar bei Norbert Terhorst meldet.

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