Hurricane-Veranstalter werben mit zahlreichen Neuerungen

Mehr Luxus, mehr Öko

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Mit mehr Service und besserer Versorgung wird der Festival-Besuch bequemer.

Scheessel - Quo vadis, Hurricane? Diese Frage stellen sich nicht nur Fans und Organisatoren jedes Jahr erneut, sondern auch die Berichterstatter. Gerade bei Service und Versorgung gibt es wieder einige interessante Neuheiten.

Am auffälligsten ist sicherlich die Einführung des Lidl-Rockshops, der das gesamte Sortiment der Supermarktkette führen soll und das Mitbringen von Vorräten oder den Gang in den Ort überflüssig macht. Paletten mit Bierdosen, die mitunter auf abenteuerliche Weise vom Bahnhof bis zum Zeltplatz transportiert werden, gehören damit wohl der Vergangenheit an.

Doch nicht nur in punkto Einkauf hat sich einiges getan, sondern auch beim Wohnen. Nachdem das Green Camping und „Rent a Tent“ in den Vorjahren gut angenommen wurden, sind die Festivalmacher von FKP Scorpio dieses Jahr noch einen Schritt weiter in Richtung Bequemlichkeit gegangen. Mit dem „Hurricane Resort“ werben sie für Luxus pur. Im Paket ist ein exklusives Campinggelände mit nahe liegendem Parkplatz, befestige Hauptwege, sanitäre Anlagen exklusiv für die Ressortbesucher, tägliche Müllabfuhr, ausreichend Mülleimer sowie eine rund um die Uhr besetzte Rezeption mit Handyaufladeservice, einschließlich Schließfächer. Frühstück und WLAN sind zusätzlich buchbar.

Wer nicht mit eigenem Zelt anreisen will, bucht ein bereits aufgebautes Zelt mit Innenbeleuchtung, Bettwäsche und Campingstuhl oder gar eine Festivalhütte gleich dazu. Und wem das noch nicht genug ist, der kann den bereits im Vorjahr angebotenen Busshuttle zu einem Hotel in Bremen buchen.

Viele der sonstigen Neuerungen betreffen den Naturschutz. Hier hat der Veranstalter gründlich seine Hausaufgaben gemacht und unter dem Motto „Grün rockt“ einige Aktionen für mehr Nachhaltigkeit gestartet. Wer sich vorbildlich beim Umweltschutz verhält, sammelt mit Aktionen wie Fahrradanreise, Teilnahme an der Fahrraddisco oder Rückgabe zusätzlicher Müllsäcke Punkte und bekommt im günstigsten Fall eine von den Rotenburger Werken aus Festivalplanen recycelte Hurricane-Tasche.

Das im Vorjahr wenig beachtete Konzept des Foodsharing wird weiter ausgebaut: Nicht nur am Infopoint soll das Tauschen ungeöffneter Lebensmittel möglich sein, sondern auch direkt vom heimischen Zelt aus, das mit mobilen Quads angefahren wird. Ob die propagierte Anreise mit dem Fahrrad angenommen wird, bleibt abzuwarten – wer das Gemeinschaftserlebnis sucht, kann sich einem der von Kooperationspartner Viva con Aqua organisierten Gruppen anschließen, die von Bremen und Hamburg aus starten, Beschallung inklusive. Bleibt zu hoffen, dass die bewachte „Fahrradgarderobe“ nicht wie im Vorjahr so weit vom Gelände entfernt ist, dass der ökologisch bewusste Radfahrer durch lange Fußmärsche abgestraft wird.

Einfacher wird dagegen das Müllsammeln: Volle Müllbeutel werden per Trecker oder Quad eingesammelt. Eine Neuerung, die zumindest fußballverückte Festivalfans nicht schmecken wird: Große Leinwände für´s Public Viewing sucht man bei dieser WM vergeblich (wir berichteten). So wird sich das „Rudelgucken“ dieses Mal wohl im Kleinrudel vor dem Smartphone oder Tablet abspielen – auch das ein Novum, irgendwie. Mögen die Spiele beginnen!hey

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