"Hurricane Resort"

Ohne Müll: Camper mit Sonderstatus

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Lassen es sich im Resort gutgehen (v.l): Daniel, Martin, Tine und Vitus. Foto: Warnecke

Scheeßel - von Lars Warnecke. Tine, Vitus, Martin und Daniel schlendern gemütlich von ihren Hütten zum Infield rüber. Hütten? Ja! Die vier Freunde aus Bremen haben sich beim Festival für eine besonders luxuriöse Variante entschieden.

Hier fehlt die festivaltypische Duftnote, welche volle Dixi-Klos, Wildpinkler und Hardcore-Griller

"Hurricane Resort" heißt das "Schöner Wohnen"-Konzept, mit dem der Veranstalter denen, die bereit sind, bis zu 350 Euro für vier Übernachtungen zu zahlen, erstmals eine gepflegte Art des Campens bieten. Hier fehlt die festivaltypische Duftnote, welche volle Dixi-Klos, Wildpinkler und Hardcore-Griller spätestens an Tag zwei verbreiten. Auch die Berge von Bierdosen und Einweggrills, die hier und da gerne den Eingang zum Zelt versperren, sucht man vergeblich. Stattdessen: Duschwagen und richtige Toiletten, alles über befestigte Wege zu erreichen. Dazu eine 24-Stunden-Rezeption mit Handyaufladeservice, Schließfächern und Frühstücksbüffet. Ach ja, auch ein exklusives W-Lan-Netz steht den Resortgästen das ganze Wochenende über zur Verfügung. "Dieser Service ist neben den sanitären Anlagen überhaupt das beste", sagt Vitus. Und Daniel meint: "Ich bin vorhin über einen normalen Zeltplatz vorbeigelaufen, der ist schon bis oben hin vermüllt."

Alle vier Anfangdreissiger sind sich einig: "Wir sind froh, dass wir da nicht schlafen müssen." Dabei gehörte Daniel, der seit 2006 jedes Jahr das Festival besucht, letztes Mal noch selbst zu den "Normalos" unter den Campern. "Das ist schon alles recht angenehm hier", sagt er in seinem Liegestuhl sitzend und blickt dabei auf den kleinen Teich mit plätscherndem Springbrunnen direkt vor seiner Haustür. Ein Open-Air, zwei Preise: Bahnt sich bei den Besuchern eine Zwei-Klassen-Gesellschaft an? "Schwer zu sagen, für Schüler und Studenten sind solche VIP-Tickets sicher oft unbezahlbar," so Daniel, "für sie bleiben eben nur die Standard-Campingflächen."

300 Menschen können nach Veranstalterangaben auf dem Luxus-Zeltplatz ihr erschöpftes Haupt zur Ruhe betten- in den Hütten sogar in echten Betten. Bis zu 350 Euro kostet der Spaß - je nachdem, ob man sich für ein Fertighäuschen, so wie Tine, Vitus, Martin und Danile, entschieden oder sein Zelt doch lieber selbst mitgebracht hat. Komplett ausgebucht war das Resort für die very important Festivalbesucher schon früh - genauso wie das benachbarte "Green Camping".

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