Festival-Planungen in der Schlussphase / Erfahrungen aus den Vorjahren fließen mit ein

Polizei rüstet sich für das Hurricane

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Jörg Wesemann und Janina Stolt von der Polizei Rotenburg haben sich in den vergangenen Monaten intensiv mit den Planungen beschäftigt.

Scheeßel steht mit dem Hurricane wieder ein turbulentes Wochenende bevor. Die Polizei ist auf den Massenansturm vorbereitet: Mehr als 400 Einsatzkräfte werden vor Ort sein. Dabei profitieren die Beamten von den Erfahrungen, die sie nach 17 Jahren Festival auf dem Eichenring gesammelt haben.

Schon währen der Anreise lenken zahlreiche Einsatzkräfte als Funk- und Motorradstreifen auf mehreren Anfahrtsrouten den Besucherstrom in die richtigen Bahnen. Hat das Massenspektakel erst einmal begonnen, werden die meisten Beamten zu Fuß, mit dem Rad und auf dem Rücken von Polizeipferden unterwegs sein. Obwohl Routine eingekehrt ist, nimmt die Leitung der Polizeiinspektion den Einsatz sehr ernst. Schließlich müssen die Beamten auch ein Großschadensereignis bewältigen können. Beispiele für solche Lagen gab es immer wieder. In Scheeßel haben Veranstalter, Behörden und Polizei ihr Konzept jedoch stetig überarbeitet und verbessert.

Geplant wird der zweitgrößte Polizeieinsatz der Polizeidirektion Lüneburg nach dem Castortransport schon Monate vorher. Polizeioberrat Jörg Wesemann und Polizeioberkommissarin Janina Stolt tüfteln an Details, um auch die letzten Probleme vergangener Einsätze zu lösen. „Wir haben für die meisten denkbaren Szenarien und Gefahrenlagen bereits Maßnahmenkataloge erarbeitet und beachten auch mögliche Einflüsse, die jetzt aktuell durch die Fußball-WM oder auch durch den neuen Riesen-Supermarkt auf dem Gelände entstehen können“, so Wesemann, der während des Festivals auch polizeilicher Einsatzleiter im Nachtdienst ist.

Auch das Verkehrskonzept, sagt der Polizeibeamte, sei nochmals überarbeitet worden. „Wir können aber nicht verhindern, dass Fahrzeuge im vom Regen aufgeweichten Boden der Parkplätze einsinken und dadurch Verkehrsstauungen verursachen.“Ebenso helfe es bei der Abreise nicht, möglichst viele Traktoren als Schleppfahrzeuge vorzuhalten. „Die schweren Gefährte würden den ohnehin lädierten Boden nur noch weiter aufweichen“,

Allein im vergangenen Jahr zählten die Ordnungshüter rund 300 Straftaten, darunter 28 Schlägereien, 96 Drogendelikte und 140 Diebstähle. 22 Menschen waren dabei erwischt worden, wie sie unerlaubt über Zäune auf das Konzertgelände klettern wollten und vier Sexualdelikte wurden zur Anzeige gebracht. „Bei unseren Rauschgiftkontrollen während der Anreise haben wir mehr als 80 Blutentnahmen bei Fahrzeugführern durchführen müssen, die unter Betäubungsmitteleinfluss standen“, bilanziert der Einsatzplaner. Auch dieses Mal sollen Kontrollen in angekündigter Form während der An- und Abreisewelle erfolgen.lw

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