Festival-Besucher zeigen Kreativität, um das Spiel Deutschland gegen Ghana live zu verfolgen

Not macht erfinderisch

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Viele haben sich einfach um ihre Autos versammelt und über Laptops oder Fernseher Fußball geguckt.

Scheessel - Schon vor dem eigentlichen Anpfiff des WM-Spiels Deutschland-Ghana um 21 Uhr ging die Suche nach den besten Plätzen los. Da es in diesem Jahr nicht wie in der Vergangenheit ein Public-Viewing auf dem Gelände gab, mussten die Festival-Besucher sich etwas anderes überlegen und dabei kamen einige auf ganz ausgefallene Ideen.

Während einige sich in ihrem Wohnmobil zusammenhockten und mit Hilfe eine Mini-DBVT-Antenne über den Laptop das Spiel verfolgten, hatte es sich eine Gruppe auf dem Parkplatz gemütlich gemacht. Den Flachbildfernseher von zuhause ins Auto eingeladen, Antenne mit dem alsseits beliebten Panzerband aufs Dach geklebt und der Abend konnte beginnen. Ein erstaunlich klares Bild für die wiedrigen Umstände lieferte das Gerät auch. In gemütlicher Runde mit einem Bierchen und einer Bratwurst konnten die knapp 30 Besucher die beiden Deutschland-Tore bejubeln.

Die fünf jungen Männer aus Berlin, Sebastian, Kevin, Rico, Robin und Leo wussten um 20 Uhr noch nicht genau wo es hingehen soll. „Es ist furchtbar, dass das Spiel nicht übertragen wird. Die müssten doch im Musikprogramm nur 90 Minuten Pause machen“, sind sich die Hauptstädter einig. Kevin ergänzt: „Außerdem könnte man die Euphorie vom Spiel ja mit zurück zur Bühne nehmen.“

Martin und seine Freunde versammelten sich pünktlich um 21 Uhr unter Zeltdach und verfolgten das WM-Spiel auf seinem Handy. Auch hier kommt wieder die kleine Antenne ins Spiel.

Yvonne, Michel, Jens und Lena verzichteten ganz aufs Fußballgucken. Notgedrungen, wie sie zugeben. „Stattdessen gehen wir zu Kraftclub und schauen uns ihren Auftritt an“, erzählt Lena.

Und diese Idee sollte sich als sehr schlau rausstellen, denn dort bekamen die vier beides geboten. Nachdem die Band mit ihren Songs durchwar, gab es auf den Leinwänden der Green-Stage die letzten 20 Minuten der zweiten Halbzeit zu sehen. Und das spontane Public-Viewing lockte die Besucher auch von den Campingplätzen wieder vor die Bühne.

Die VIPs konnten das Spiel bereits ab der ersten Minute verfolgen. Dicht gedrängt stand die Menge vor den beiden Fernsehern und drückte der deutschen Elf im VIP-Zelt die Daumen.

jet

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