Aufbau für das Festival schreitet voran

„Morgen ist bei uns Kampftag“

+
Herr des Hurricanes: Festival-Leiter Jasper Barendregt.

Scheeßel - Vier Tage benötigen Festival-Leiter Jasper Barendregt und seine Crew, um allein die Bühnen für das Hurricane-Festival aufzubauen. Doch seit gestern steht ein Großteil der imposanten Stahl- und Holzkonstruktionen, und auch die zahlreichen Aggregate sind inzwischen allesamt in Betrieb, um die Bühne und die Gastronomiestände mit Strom versorgen zu können.

„Heute folgt das Feintuning, vor allem müssen noch die Ton- und Lichtelemente an den Bühnen montiert werden“, sagt der FKP-Scorpio-Mann.

Er spricht von einem „Großkampftag“, wenn sich zu den rund 300 Arbeitern, die sowieso schon mit dem Aufbau im Infield beschäftigt sind, ab morgen noch einmal so viele Menschen hinzugesellen. „Die sind dann für die Bühnenproduktion verantwortlich, und auch die Gastronomie steigt dann voll ein“, sagt Barendregt.

Und nicht nur die, auch viele Festival-Gänger werden auf den Beinen sein, um unmittelbar nach Öffnung der Campingplätze um 14.30 Uhr noch einen attraktiven Zeltplatz in unmittelbarer Nähe zum Eichenring zu ergattern.

„Wir rechnen heute mit ähnlich starkem Anreiseverkehr wie in den Vorjahren – mit dem Unterschied, dass wir dieses Mal wohl nicht Starkregen zu erwarten haben wie noch 2013.“

Denn am Anreisetag im vergangenen Jahr hatten unwetterartige Verhältnisse bereits vielen Festivalbesuchern die Anreise und den Zeltaufbau erschwert, die Böden waren stark aufgeweicht gewesen.

Allen Prognosen zum trotz gehen die Veranstalter auf Nummer sicher, halten ausreichend Holzhackschnitzel auf Lager vor, um gegebenenfalls die Lage zu entschärfen. Barendregt: „Wir fahren alle Einfahrten ab, schauen, wie sich die Böden bei Wasser verhalten – dieses Mal wird vor- statt nachgebessert.“

Wenn es an einer Sache nicht mangeln darf an diesem Wochenende, dann ist es Strom. Allein die 140000 Watt starke Musikanlage der Green-Stage benötigt davon eine Menge. Zum Vergleich: Viele Kompaktmusikanlagen bringen es auf etwa 140 Watt, das ist gerade mal ein Tausendstel. „Wir könnten dafür sorgen, dass die Leute mit blutenden Ohren vor den Bühnen stehen, das wollen wir aber natürlich nicht.“ Dennoch können sich die 73000 Besucher darauf gefasst machen, dass es laut wird. Doch das gehört sich schließlich auch so, wenn unter anderem mit Volbeat eine der weltweit bekanntesten Metalbands die Bühne betritt.

Hurricane-Aufbau am Mittwoch

Hurricane-Aufbau am Mittwoch

Damit die Dänen sowie die mehr als 100 weiteren Bands und Solokünstler ab Freitag aufspielen können, sind allerdings noch einige Arbeiten zu erledigen. Insgesamt zwölf Musikanlagen werden aufgestellt oder gehängt und unzählige Lichtelemente an der Dachkonstruktion der Bühnen befestigt. Insgesamt haben die Techniker auf dem Festival-Areal 52 Kilometer Kabel verlegt – oder sind noch dabei.

Hurricane-Bilder der vergangenen zehn Jahre

Querschnitt an Hurricane-Bildern der vergangenen zehn Jahre

Barendregt, der nicht das erste Mal für die Organisation des Festivals verantwortlich ist, sieht aber alle Arbeiten planmäßig voranschreiten. „Für die Einmessarbeiten auf dem Gelände haben wir uns dieses Mal im Vorfeld ein bisschen mehr Zeit genommen“, erklärt der Festival-Leiter. „Wir planen ja alles auf dem Reißbrett, hier kann es aber vor Ort sein, dass ein Baum im Weg steht. Dadurch, dass wir jetzt sicher sind, dass alles richtig eingemessen ist, gibt es keine Diskussionen mehr.“

lw

Das könnte Sie auch interessieren

Das machen Kinderzahnärzte anders

Das machen Kinderzahnärzte anders

Zahl der Asylsuchenden weiter zurückgegangen

Zahl der Asylsuchenden weiter zurückgegangen

Diese Luxus-Staatskarossen können auch Sie sich leisten

Diese Luxus-Staatskarossen können auch Sie sich leisten

Berliner Modewoche startet mit grünen Männern

Berliner Modewoche startet mit grünen Männern

Meistgelesene Artikel

Kommentare