Hurricane-Chef Koopmans: „Wir sind gut aufgestellt“

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Die Kontrollen am Eingang des Festivalgeländes dienen der Sicherheit.

Scheeßel - Während am Dienstag im Radio Sicherheitsexperten den Anschlag beim Boston-Marathon erörterten, informierte der Veranstalter des Hurricane-Festivals gemeinsam mit der Verwaltung im Scheeßeler Rathaus über das Sicherheitskonzept für die 16. Auflage des Musikspektakels Mitte Juni.

Viel geändert habe sich nicht, erklärt FKP Scorpio-Geschäftsführer Folkert Koopmans: „Zu 90 Prozent steht das Konzept, das meiste ist wie gehabt.“ Nur in puncto neuer Parkflächen und der leicht veränderten Verkehrsführung habe es Änderungen gegeben. Diese Kontinuität schätzt der Veranstalter: „Nicht nur, dass wir das Gelände ganz genau kennen – auch in der langjährigen Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Polizei, Landkreis und DRK hat sich eine Vertrauensbasis eingestellt, die woanders so nicht ohne Weiteres zu erreichen wäre.“

Jasper Barendrengt (v.l.), Folkert Koopmans, Bürgermeisterin Käthe Dittmer-Scheele, Daniel Schlatter und Fachbereichsleiter Ordnung Frank Thies machen sich keine Sorgen um die Sicherheit auf dem Hurricane-Festival.

Deshalb sei die Suche nach anderen Standorten für die Großveranstaltung, die mit mehr als 70 000 Besuchern auf dem Eichenring an ihre Kapazitätsgrenze stößt, momentan kein Thema: „So etwas woanders aufzubauen, würde Jahre dauern“, so Koopmans. Dennoch – langfristig mache er sich schon Gedanken über eine Umgestaltung der roten Bühne. Dort hatte es im vergangenen Jahr beim Auftritt der Gruppe Kraftklub Gedrängel gegeben. „Gefahr ist dort jedoch nicht im Verzug“, versichert Koopmans. Generell würden die Festivals immer sicherer, da man mit anderen Veranstaltern im Kontakt stehe: „Wir versuchen, aus den Erfahrungen anderer zu lernen.“

Daniel Schlatter, Verantwortlicher für Veranstaltungstechnik, gab einen Überblick über sicherheitsrelevante Aspekte: „Im Prinzip gibt es nichts, was unwichtig ist – selbst die Entsorgung des Mülls, wenn er Feuer fängt oder die Rettungsfahrzeuge nicht mehr durchkommen.“ Man kümmere sich jedoch nicht nur um Verkehrswege, Notfallszenarien wie die profane Frage, wie beim Stromausfall die Besucher auf dem Laufenden gehalten werden, sondern auch um Besucherströme. Denn spätestens nach den Vorfällen der Loveparade in Duisburg wissen die Organisatoren, dass das Nachdrücken von Besuchermassen ein großes Problem darstellen kann. „Mit Wellenbrechern, Einlassbeschränkungen und Informationen für die Polizei, bei welchen Bands ein erhöhtes Augenmerk erforderlich ist, sind wir gut aufgestellt“, gibt sich Koopmans gelassen.

Das Unternehmen investiert jährlich sechsstellige Summen in die Sicherheit und nimmt in der Branche eine Vorreiterrolle ein – das Crowdsurfing-Verbot führte FKP Scorpio in Deutschland ebenso als Erste ein wie Nummern für die Sicherheitskräfte: „Dann kann sich jeder beschweren, der sich zu Unrecht hart angegangen fühlt“, erläutert Festivalleiter Jasper Barendregt. n hey

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