Aufbau des Hurricane-Festivals

Materialschlacht für die Massen

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Das Funkgerät ist derzeit sein wichtigstes Arbeitsutensil: Jasper Barendregt. ·

Scheeßel - Von Lars Warnecke. Wo sich eben noch nackte Stahlstreben in den Himmel reckten, steht jetzt bereits ein komplett bespanntes Zelt, unter den Festival-Fans bekannt als White-Stage.

Gleich nebenan sind Arbeiter damit beschäftigt, im Angesicht ihres Schweißes ein 38 Meter hohes Riesenrad in die Höhe zu hieven. Seit vergangenem Freitag findet am Eichenring eine wahre Materialschlacht für das Hurricane statt. Und auch gestern wurde der Aufbau mit rund 1800 Mann fortgesetzt. Wenngleich auch nicht unter dem zu erwartenden Hochdruck.

„In diesem Jahr haben wir anderthalb Tage früher angefangen“, nennt Festivalleiter Jasper Barendregt (40) den Grund, warum auf dem Sandbahngelände noch immer eine recht entspannte Atmosphäre herrscht. „Es ist toll, mit welcher Ruhe wir in die letzten zwei Kampftage reingehen. Wenn keine Katastrophe mehr kommt, sind wir heute locker fertig.“ Anlass für den Frühstart habe die Festivalfläche gegeben. „Wir können diesmal auf 20 Hektar mehr zurückgreifen, entsprechend höher ist auch die Anzahl der Zäune, die aufgebaut werden mussten.“ 

Barendregt kennt die Mechanismen des Massenspektakels in- und auswendig. Seit fünf Jahren hat der studierte Theatertechniker die Festivalleitung inne. Obwohl die Planungen ihn und sein Team immer wieder vor eine organisatorische und logistische Herausforderung stellen würden – „Spaß habe ich immer wieder dran“, beteuert er.

In luftiger Höhe werkelt ein Helfer am Riesenrad.

Das Konzept, das hinter dem Aufbau steckt, ist denkbar einfach: „Wir gehen von außen nach innen vor“, erläutert er das bis ins letzte Detail durchdachte Prozedere. „Wenn heute also die ersten Besucher anreisen – wir erwarten um die 35 000 – ist auf den Camping- und Zeltplätzen von der Toilette bis zum Zaun alles fertig.“ Anders sieht es im Innenbereich aus, wo allerorts noch fleißig geschraubt und montiert wird – auch im Bereich der drei großen Bühnen. „Die werden heute noch fertiggestellt, damit dort morgen die Licht- und Tontechnik installiert werden kann“, erzählt der 40-Jährige. Bis Freitagmittag sei dann noch Zeit, die eine oder andere Feinheit zu justieren, bevor mit Arkelis, Kodaline, The Stanfields und den Skaters die ersten Bands auftreten.

Für den gebürtigen Holländer ist das Hurricane nicht das einzige Festival, das er in diesem Sommer für seinen Arbeitgeber, die Konzertagentur FKP Scorpio, betreut. „Gleich am Montag fahre ich für unser Bravalla-Festival nach Schweden, und danach stehen noch eine Reihe weiterer Open-Airs auf dem Programm.“ Auf die Frage, was das Hurricane denn von anderen Festivals unterscheide, antwortet er: „Wir haben hier den Vorteil, dass das Gelände recht kompakt ist.“ Barendregt spricht von Veranstaltungen, bei denen sich das Camping bis zu zehn Kilometer vom Festivalgelände entfernt befindet. „Obwohl das hier ein Riesending ist, bleibt doch alles recht überschaubar.“

Hurricane-Aufbau

Aufbau am Hurricane-Gelände

Es geht los: Der Hurricane-Aufbau startet

Weniger überschaubar sei dagegen die Masse an Containern und Material, die für das Dorf mit seinen Zelten, Bühnen, den Bodenplatten und dem Riesenrad aufgewendet wird. „Das sind unfassbare Mengen – und das alles für fünf Tage Spaß auf der grünen Wiese.“ 

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Die Homepage des Veranstalters ist hier

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